Neue Abenteuer vom Frachtsegler | Doku | die nordstory | NDR

Untertitel: Norddeutscher Rundfunk 2018 Solche Schiffe hatten früher bis zu drei Masten und damit kleinere Segelflächen Aber wir haben uns ja entschieden für ein sehr sportliches Rigg Damit schaffen wir Was habt ihr geschafft, über zwölf Knoten, ne? Mein Maximum war 11,6 – also das läuft schon Ein abenteuerliches Projekt: Ladung per Windkraft transportieren, Fracht segeln, wie früher Das ist die Geschäftsidee von Kapitän Cornelius Bockermann Was ist mitm Topsegel? Der Wesermarscher bietet der Containerschifffahrt die Stirn, mit einem umgebauten, 100 Jahre alten Gaffelschoner Ist schon ein hartes Business Anstrengend Damit Geld zu verdienen, ist auch anstrengend * Dynamische Musik * * Handymelodie * Hey, Diego? Como esta? Bien, bien, bien, et tu? Hier werden gerade Geschäfte gemacht Am Apparat: ein gelockter Kanadier Sein Name: Ben Decosse Sein Platz: die Firmenzentrale in Elsfleth It’s not Schnaps, it’s Korn Er ist Mitstreiter der ersten Stunde Bürokraft Vanessa ist seit Kurzem dabei Ich bin stolz in unsere Projekt, in unsere Leute in unsere Projekt Nummer 1 And so Von Zeit zu Zeit ich kann nicht schlafen, ich kann kann nicht arbeiten Ich denke so viele, okay, die Schiff ist unterwegs, perfect Aber wir haben so viele Papier hier, die Mein Handy ist immer ringen, klingen Wo ist die Schiff, was ist die Plan? Wo kommt die Geld zu bezahlen? Alles diese Vortrag Wir brauchen die Vortrag mit die Internet und alles Das ist die Was ist Meine Lehrerin hat’s gesagt Wie sagt man “opposite”? Das Gegenteil. Gegenteil! Yes! Mit Ben zu arbeiten, ist super Er ist einer der engagiertesten und liebsten Kollegen, die man haben kann Exactly Sein Deutsch ist nicht so super Wir arbeiten daran, wir reden Deutsch miteinander Ich habe Glück, ich kann sprechen Kinderdeutsch Das ist mein Zaal jetzt Ziel. Ziel, Ziel, Ziel! Ben gehört seit 3,5 Jahren zur Crew Er ist Marketingexperte aus Vancouver, aber in diesem Projekt so was wie das Mädchen für alles Anders gesagt: der Best Boy in Elsfleth Einzig das Frachtsegeln, das machen die anderen Allen voran – der Käpt’n Wir gehen wieder auf den Kurs von vorher. 010 oder 0? Nee, machen wir 20 Grad Es geht nicht nur darum, ein bisschen Ladung herumzufahren Sondern darum, zu zeigen, dass die jetzige, aktuelle Seeschifffahrt ein großer Umweltverschmutzer ist Der trägt fünf bis zehn Prozent zum CO2-Ausstoß auf der Welt bei Ich bin mein Leben lang zur See gefahren, hab als Matrose angefangen Und hab eine ganz gute Karriere in der Seeschifffahrt gemacht Ich war bei Ölfirmen, Chevron zum Beispiel Ich war über 20 Jahre in Westafrika, unter anderem in der Ölindustrie Und hab dann gesagt, ich muss unbedingt etwas anders machen, so geht das nicht weiter Es war ein Wake-up-Call, und ich hab geguckt, was man machen kann Da kam die Idee mit dem Frachtsegler, um zu zeigen, man kann sauberen Seetransport machen Und statt nur rumzusitzen Ich kann so ein Schiff kaufen,

das fertig machen und zeigen, dass es geht So ist das angefangen Das riskante Projekt startet im Frühjahr 2015 in der Elsflether Werft Du musst schreien dabei, dann geht das Der 100 Jahre alte, marode, holländische Gaffelschoner wird in seinen Ursprungszustand versetzt Er wird zum Frachtsegler um- und ausgebaut 17 Monate wird das dauern 50.000 Arbeitsstunden fallen an, mehr als 100 Menschen legen Hand an Käpt’n Bockermann plant, lenkt, finanziert das Projekt, setzt sein ganzes Privatvermögen aufs Spiel Er geht volles Risiko, um sich den Traum vom Frachtsegler zu erfüllen Freiwillige aus aller Welt, die im Netz vom Projekt erfahren haben, kommen nach Elsfleth und packen mit an Frei nach dem Arbeitsprinzip: Hand gegen Koje Von Anfang an dabei: die Bürokraft Ben Der 33-Jährige baut eine Website, die sich sehen lassen kann Timbercoast heißt das Projekt im Internet Käpt’n und Crew machen aus dem alten schwarzen Wrack einen schlanken weißen Frachtsegler Im Sommer 2016 ist es so weit, das Abenteuer Frachtsegeln beginnt Du hast die Schlüssel von meine Herz Die rechte Hand vom Käpt’n segelt nicht mit: Ben bleibt in Elsfleth, kurbelt vom Heimathafen aus die Geschäfte an Mehr Küsse Tschüss Ich muss gucken, sonst drückt mich der Wind wieder auf die Pier Ich kann nicht glauben das Das ist eine große Moment in meine Leben Schwer arbeiten für ein Jahre und ein halb, und jetzt Unsere “Avontuur” geht los! Sie haben große Ambitionen, die Frachtsegelpioniere aus Elsfleth Die “Avontuur” ist auf ihrer dritten großen Überfahrt Von der Weser durch die Nordsee Richtung Frankreichs Atlantikküste, Ladung aufnehmen Dann die klassische Route, von den Kanarischen Inseln mit dem Golfstrom Richtung Westen, über den Atlantik in die Karibik Das Ziel: die kleinen Antillen, die Insel Marie-Galante Das kreisrunde Eiland nahe Guadeloupe: Ein paradiesischer Flecken mit gerade mal 15 km Durchmesser, schneeweißen Stränden und 12.000 Bewohnern Hier, sagen Kenner, gibt es den besten Rum der Karibik Auf der anderen Seite des Atlantiks in der Wesermarsch sieht es fast wie in der Karibik aus Ben mag das Der Kanadier kennt jeden Winkel der alten Seefahrerstadt an der Hunte Moin Ben weiß nach zwei Jahren die attraktiven Ecken des 9000-Einwohner-Städtchens zu schätzen Aber wenn die Crew mal wieder in der Karibik ist immer in dieser Zeit: Da stellt sich schon mal die Frage nach dem Sinn der Sache Ja, das ist ein sehr gute Frage Jedes Nacht ich mich frag: “Ben, was machst du hier?” Du hast die Sonne in Norddeutschland, in Elsfleth Und das scheint Okay, ich bin nicht in der Caribe, aber mit die Crew, mit die Schiff Und ich weiß Ich weiß, dass Er braucht viele Leute im Büro die für diese Idee arbeiten Das gibt mir, äh, Püs Püls? Pils? Spüls? Püls?

Oh, was ist diese Wort? Deutsch, Mann! Was ist die Wort? In English? Proud Stolz. Stolz! Not even close Welcome to my life in Germany Das Leben ist schön auf der anderen Seite des Atlantiks Es weht eine leichte Brise Es gibt schlimmere Ankerplätze An Bord herrschen erträgliche Arbeitsbedingungen Nun soll der Bauch der “Avontuur” gefüttert, der Laderaum gefüllt werden mit handverlesener Ware Mit Augenmaß, denn so viel Platz ist in dem alten Schoner nicht Das Tauwerk hier muss weg Wir werden das Salz, was da drunter liegt, nach hier packen Dann können wir da die neuen Fässer hinpacken Sieben Fässer von hier, zwei von Guadeloupe Dann können wir die hier aufbauen, zwei hier, zweite Lage hier, ordentlich laschen, wie diese hier In Frankreich haben wir ‘ne Menge leerer Fässer geladen, 40 Stück Dann haben wir Wein geladen Und hier den Korn aus Norddeutschland Die leeren Fässer sind für Rum, den wir kaufen Wir haben auf La Palma Rum gekauft, kaufen hier noch Rum ein Der soll dann dort gestaut werden Das ist der Rum für unsere eigene Produktion Und dann müssen wir hier noch Platz machen für den Kardamom im nächsten Hafen, in Honduras, 20 Tonnen Ab hier müssen hier Platz machen, ‘ne Wand bauen Dann haben wir bis zu den Fässern alles Kardamom, so hoch Dann kommen fünf Tonnen Kaffee dazu, acht Tonnen noch mal in Mexiko Im Vergleich zu den aktuellen Containerschiffen ist der norddeutsche Frachtsegler nur eine Nussschale Unser Laderaum mag klein erscheinen Das sind ja nur das Äquivalent von vier 20-Fuß-Containern Ein modernes Containerschiff trägt bis zu 20.000 Container Mag klein erscheinen, aber wir sind das weltgrößte Frachtsegelschiff Offizielle Ladekapazität: 114 Tonnen Ich fasse hier an. Okay, gut Du fasst dort an. Na gut Dann gehen wir mal langsam drüber All right Mit den leeren Fässern sollen Geschäfte gemacht werden, vorausgesetzt, die Crew kriegt die Bottiche trocken an Land Man könnte die einfach ins Wasser schmeißen und hinterm Schiff herziehen und an Land fahren Aber die sollen trocken bleiben * Karibische Musik * Der nicht alltägliche Fasstransport mit dem Gummiboot In diesem Fall notwendig, weil der Frachtsegler zu groß für die örtliche Pier ist Wie gut, dass die Fässer nicht so schwer sind Die haben die Größe, dass man die alleine fassen kann Die sind alle genormt, sodass man die von der Spanne her packen kann Solange die leer sind, funktioniert das wenn die voll sind, müssen wir einen Flaschenzug benutzen Mit Weinfässern der Misere ein Schnippchen schlagen: Schön wär’s Denn das Frachtsegel-Geschäft läuft schleppend, von Anbeginn nicht so ganz nach Plan Der Käpt’n erinnert sich Wir haben öfter mal ganz hart an der Kante gekratzt, was das Geld angeht natürlich Wir waren bei der ersten Reise einen Monat auf Reede und haben keine Ladung gekriegt Und sind nach einem Monat mit leeren Händen weitergesegelt und haben nur 20 Tonnen Kaffee auf der ganzen Reise gehabt Das sind nur 32.000 Euro Fracht, bei Betriebskosten von 40.000 Euro im Monat Das haben wir in acht Monaten eingenommen, da haben wir uns flott mal 200.000 Euro Miese eingehandelt

Seit der ersten Reise, seit zwei Jahren geht das schon so Der eine Teil der Crew segelt Ladung, der andere versucht, vom Büro aus das Projekt über Wasser zu halten Die gute Idee, Waren emissionsfrei zu transportieren, lässt sich leider schwieriger in die Tat umsetzen als gedacht Wir haben gut Tag und wir haben nicht so gut Tag Wenn die Schiff ist auf die Meer und wir finden, suchen Fracht: In der Karibik Rum von Marie-Galante, Kardamom, Kaffee, Kakao in Mittelamerika, das ist gut Die andere Zeit ist hier im Büro Wir haben viel Arbeit Wir haben unsere Herausforderung Die Schiff, Arbeit ist gut Aber die andere Seite ist: Wir haben diese Rum und Korn Wir müssen verkaufen für bezahlen unsere unsere Crew, neue Lager in der Zukunft und alles So ich spreche mit Frachtpartner, unseren Shipmates und unserer Crew Aber wir haben nicht so viele Sales Das ist schwer, das ist schwer Die Frachtsegler-Idealisten von Elsfleth Sie haben eigentlich keine Chance mit ihrer Transportidee Zumindest, wenn sie Waren nur für andere fahren Aber auf dieser Karibik-Reise soll sich das ändern Wir fahren jetzt zur Brennerei Und gucken, ob wir da den Deal mit dem Rum klarmachen können Der Käpt’n ist dieses Mal aus gutem Grund auf Marie-Galante Hier will er bald einen potenten Sponsor treffen, und er will investieren – in Spirituosen Die Einwohner verstehen sich auf den Anbau von Zuckerrohr, kennen das Geheimnis, die Stängel in edlen Rum zu verwandeln Bielle heißt eine der bekanntesten Destillerien der Karibik Hier sind die leeren Fässer gelandet, die von der Crew an Land geschafft wurden Let’s check them one by one Heute will der Käpt’n mit Jerome, dem Geschäftsführer, endlich ins Geschäft kommen Mit Rum will sich Bockermann über Wasser halten Er will ihn selbst vermarkten und damit seine “Avontuur” über die Runden bringen Wir reden gerade darüber, wie wir die Fässer markieren Wir haben uns darauf geeinigt, dass da “Rum Bielle” draufsteht Da der Schiffsname und das Jahr der Abfüllung, wann der Rum destilliert wurde, damit wir das Alter haben (Spricht Englisch) Das ist eine interessante Erfahrung für uns Unsere Kunden kommen normalerweise mit Motorbooten und nicht mit einem Segelschiff – auch noch von so weit her Diese ökologische Idee, Fracht zu segeln: Die ist sehr interessant Okay, I make you a proposal Der Deal geht in die entscheidende Phase: In die Verkostungsphase * Blues-Gitarre * In den Schatzkammern der Brennerei Was hier lagert, ist alt, edel, hochprozentig Was gesucht wird, ist ein Rum, der in den Fässern des Frachtseglers erst seine individuelle Note bekommt Der Käpt’n ist gefordert – seine Sinne laufen auf Hochtouren Wie schmeckt der Rum, der Lust auf mehr macht? The job is hard but somebody’s gotta do it Ich beschäftige mich jetzt seit zwei Jahren damit

Habe das erste Mal darüber nachgedacht, Rum zu fahren With the … you will change completely the aroma Wir nehmen jetzt Rum, der in Bourbon-Fässern gelagert war Das gibt dem unter anderem ‘ne Vanillenote Den übernehmen wir jetzt in unsere Weißweinfässer und hoffen, dass der Geschmack runder wird Weil da ‘ne gewisse Süße drin ist durch den Weißwein Wir haben Fässer mit süßem Weißwein drin gehabt Das soll hier durchschlagen Der Handel geht um sieben Fässer Rum Um mehr als 1500 Liter allerfeinsten Schnapses Und eine Menge Geld Der Käpt’n ist hochkonzentriert Er braucht den richtigen Riecher This one’s fine Auf keinen Fall stinkende Fässer Dieses riecht sauber, astrein, du riechst den Wein, ein bisschen süßlich, bisschen Früchte Dieses hier riecht richtig scharf, nach Essig, scharfer Essig Nicht gut, das kriegen wir auch nicht rausgewaschen No No Si Von den sieben Fässern, die wir geliefert haben, riechen drei nach Essig Die Reste an Wein, die noch darin waren, sind zu Essig geworden, das geht gar nicht Wir werden sie nicht auswaschen Die guten Fässer werden gespült, dann werden sie mit weißem Rum aufgefüllt Danach kommt der richtige Rum rein Die drei Fässer, die riechen, da machen wir Blumenpötte draus * Karibische Musik * We’re just gettin’ our warehouse ready Während in der Karibik Rum-Geschäfte abgewickelt werden, wird in Elsfleth bereits weitergedacht Irgendwo muss der Rum ja erst mal landen Das war ‘n Supermarkt Das ist unsere Lager, ein neue Lager Für unsere neue Fässer Und die Flaschen auch, Kaffee und vielleicht in die Zukunft ein Cafe Ein Bar Für Probieren Zum Kennenlernen von unserem Schiff und Produkt auch Das ist die groß Plan Aber jetzt das ist ein bisschen Timbercoast-“Avontuur” improvisiert * Blues-Gitarre * Shit What we do now? * Blues-Gitarre * Not possible Ben kennt sich mit Marketing aus Mitstreiter Peter ist gewiefter Tischler Beide eint: Es gibt Dinge, die sie lieber machen, als 200 Quadratmeter Drogeriefläche von Schmutz und Regalen zu befreien Das ist jetzt Rum Und sehr spezial Rum Das ist unsere zweite Reise Wir haben gefunden eine Partner in Kanada Und das ist really cool Unser Projekt ist in Elsfleth in Niedersachsen So wir haben die Pferd von Niedersachsen und: Tatatata! Die Ahorn, das Maple Leaf von Kanada Das ist die lange Reise mit Siegel nach Kanada und zurück Ich hab probiert Und ich kann I can taste the kanadische Meer Nee, nee Aber ich bin sehr glücklich Das ist spezial für mich

Noch braucht es viel Fantasie, sich hier das norddeutsche Epizentrum gesegelter Waren vorzustellen Die Elsflether Macher ficht das nicht an “Think big”, lautet die Devise Wir brauchen unsere Mannschaft für das ’cause das ist für die Leute kommen und lernen unsere Produkt Sehen unsere Fässer Und vielleicht wir haben ein Bild auf die Wand hier für jedes Reise Nach Kanada hier, nach Marie-Galante da Vielleicht wir haben einen Film Ein theatre in dieser Ecke, keine Ahnung Ich denke, das ist die große Projektidee Tatsächlich liegen Wunsch und Wirklichkeit weit auseinander Auch nach zwei Jahren intensiver Arbeit: Das Projekt kommt einfach nicht aus den roten Zahlen Ein Grund: Der Frachtsegler ist mit 110 Tonnen Tragfähigkeit im falschen Fahrtgebiet Die Transportleistung über lange Strecken ist zu gering So lässt sich nicht genug Geld verdienen Wir haben uns für dieses Gebiet entschieden, weil wir spezielle Ladung fahren müssen Kaffee, Kakao, Rum, hochpreisige Waren, die anders nur zu kriegen sind über den dreckigen Seetransport Dieses Fahrtgebiet hier ist ideal für unsere Ladung, aber schlecht für unsere Größe – wir sind zu klein dafür Das Projekt lebt von der Hand in den Mund Der Käpt’n hat sein ganzes Privatvermögen bereits versenkt Ob er die nächsten Heuern pünktlich auszahlen kann, ist ungewiss Ein Glück, dass es der Crew mehr um die Mission als um die Moneten geht Die wollen nur meinen Körper Und um die Arbeit auf diesem Traditionssegler Auf der “Avontuur” warten Aufgaben, die in der modernen Seeschifffahrt teils ausgestorben sind Jeder Törn eine Herausforderung für die Mannschaft aus Profis und Amateuren Die Besatzung besteht aus sieben Berufsseeleuten, der Rest sind Freiwillige Man kann sie auch als Unterstützer bezeichnen Also unsere Volunteers, die ihre Tage hier absegeln, die sie sich in der Werft erarbeitet haben Und dann gibt es Leute, die dafür Geld bezahlen, mithelfen zu dürfen Das ist der Hauptbestandteil der Shipmates, wie wir sie jetzt nennen Wir nennen sie nicht mehr Trainees, es ist ja kein Trainingsprogramm (Englisch) Heute lernt die Crew, den 200 Kilo schweren Topmast in 20 Metern Höhe einzufädeln Und erlebt einen Käpt’n, der sein Handwerk versteht und seine zusammengewürfelte Crew niemals aus den Augen verliert Es mag so aussehen, als ob ich viel kontrollieren würde Aber bevor was nicht so ist, wie es sein sollte, kontrolliere ich das lieber (Englisch) * Karibische Musik * Wo ist der Isolator? Habt ihr den? Ja, natürlich * Karibische Musik * Das ist ‘n Spaß, das ist leicht, ist easy Das ist schönes traditionelles Handwerk Gar kein Problem Das technisch am Laufen zu halten, in gutem Zustand, das ist easy Das Projekt selber ist ‘ne andere Hausnummer. Puh! Das Projekt wird in Bremen am Laufen gehalten Ben ist mit geradelter Fracht unterwegs Meine erste Rum-Lieferung

Ben hat endlich Käufer gefunden, die auf emissionsfrei transportierte Produkte stehen Das ist ein wertvolles Zeug. Ja Ben liefert auch die Geschichte zur außergewöhnlichen Methode Zeigt Cafehaus-Besitzer Daniel Garcia Bilder vom Frachtsegeln, erzählt Geschichten von der “Avontuur” Macht deutlich: Dieser gesegelte Rum ist ein besonderes Produkt Sieht richtig schön aus das Segelschiff drauf. Ja Ich find das genial, dass man so viel Arbeit auf sich nimmt, um etwas qualitativ so hochwertig zu machen Und dann auch noch den Stress Rum kann ja jeder machen, aber das ist was Besonderes Für uns als Laden ist das natürlich ein Aushängeschild: Du kannst Rum kaufen in jedem Laden, aber gesegelten Rum kannst du nicht überall haben CO2-neutral – das passt auch zu unserem Konzept Wir suchen nicht ein groß Supermarket Oder diese große Firmen Wir brauchen Leute, die kennen unser Projekt, die Arbeit, wir haben gemacht Und die können sagen die Geschichte Für die Kunden, die kommen her Und wir brauchen Partner wie das Mit keinem Partner, wir können keinen Rum verkaufen Mit keinem Rum verkaufen, wir haben kein Schiff Ben will mehr Er tritt mit dem klimafreundlichen Frachtsegel-Projekt auch gegen eine umweltfeindliche Welthandelsschifffahrt an Ben öffnet seinen Kunden die Augen, liefert Fakten: Mehr als 90 % des globalen Welthandels werden über Containerschiffe abgewickelt Das sind circa 51.000 Frachter, die fast nur mit Schweröl betrieben werden Schweröl ist extrem schwefelhaltig, klima- und gesundheitsschädlich Die 15 größten Containerschiffe der Welt produzieren jährlich so viele Schadstoffe wie 750 Millionen Autos Das kann nicht so weitergehen Die Weltschifffahrt stößt jährlich sogar mehr CO2 aus als die gesamte Bundesrepublik Das alles ärgert die Frachtsegel-Crew Deshalb ist Ben seit drei Jahren in Bremen und Elsfleth unterwegs Bens Arbeitserlaubnis und seine Aufenthaltsgenehmigung wurden verlängert: Der Mann aus Kanada ist im Norden angekommen In Bremen, in Norddeutschland, sehr schön hier Die Leute ist sehr nett Aber ich denke immer, ich bin in einem Film Ein Film, wo ich leben jetzt in Bremen Meine Projekt, unsere Projekt ist in Elsfleth Unsere Schiff ist in der Karib Und Das ist was total anderes Nur ein Traum von einer anderen Zeit Ich habe keine Ahnung, aber ich bin sehr glücklich Ich bin sehr glücklich mit meiner Nachbarin, mit meiner WG, mit meinen Mitbewohnern Mit mein Freundin Ja, meine Leben ist hier jetzt In der Karibik geht’s rund Die Mannschaft kümmert sich um den Rumtransport – mit eigenwilligen Methoden * Karibische Musik * Wir haben ein Floß gebaut Wir müssen ja die Fässer rüberkriegen An der Pier ist zu wenig Wasser Da soll aber kein Salzwasser dran oder möglichst wenig Deshalb haben wir das Floß gebaut Wir packen die Fässer drauf und dann paddeln wir rüber Most substainable way So, all hands! Mit dem Floßbau ist es nicht getan Heute kommt noch Besuch an Bord der “Avontuur” Deshalb geht’s auf dem Segler gleich weiter, all hands on deck Rausputzen für einen solventen Gast Für den neuen Sponsor des Frachtseglers * Musik: rhythmisches Händeklatschen *

Prof. Hans Georg Näder kommt gleich Seine Jacht “Pink Gin” ist angekommen Die schmeißen gleich den Tender ins Wasser Dann möcht ich ihm mal zeigen, wie so ‘n Frachtschiff aussieht Er war nie an Bord hier Man sieht nicht mal den Anker Eigentlich wollten wir uns nicht mit dem Großkapital ins Bett legen Das war nicht der Sinn der Sache Und dann passt das gar nicht, dass wir uns jetzt mit einem Milliardär zusammentun Der unterstützt das Ganze so, dass man fast von Sponsorship reden kann Da bin ich also sehr zwiegespalten Andererseits haben wir uns informiert, wer das ist, und festgestellt: Der macht lauter gute Sachen Der unterstützt mit seinem Geld wirklich gute Projekte Fördert Kinderhäuser, Paralympics, viele, viele andere Sachen Und insbesondere Innovationen, der steht auf Innovationen Soll ich dein Telefon nehmen? Der Käpt’n kennt Hans Georg Näder seit drei Monaten Der Investor geht heute aber das erste Mal an Bord der “Avontuur” Premiere in der Karibik Moin. Herzlich willkommen Freue mich, dich hier zu sehen Welcome to Guadeloupe Guck mal, der Sonnenuntergang, hab ich extra so eingerichtet Was hat sich der Milliardär aus Duderstadt dabei gedacht, hier mitzumachen? Das ist ‘ne 100-prozentige Bauchentscheidung, und Cornelius ist ein Supertyp Das Projekt – das muss man erst mal bringen, so ‘n Risiko einzugehen Aber wenn man an eine Idee glaubt, dann wird die auch Realität Darauf einen Rum Auf zwei, die sich gefunden haben – zum richtigen Zeitpunkt: Ohne die Geldspritze des neuen Sponsors wären der Käpt’n und das Projekt längst pleite Daran will heute keiner denken Der Blick ist nach vorne gerichtet Für morgen ist ein großer Törn geplant * Karibische Musik * * Karibische Musik * Der nächste Morgen Der Käpt’n will eine engagierte Mannschaft sehen Wir müssen da kurbeln Ja und? Mach mal Heute wollen sie es dem Geldgeber zeigen – verständlich So ein Milliardär macht Eindruck Aber der reiche Mann aus Duderstadt ist selbst passionierter Segler, der kurz mitmacht, meist still genießt Sich ein Bild macht, auch vom Käpt’n, der seinen Frachtsegler schon besser in Schuss sah Es wird Zeit, dass wir in die Werft kommen Muss mal wieder durchgeschmiert und überholt werden Vier Monate noch, dann ist Refit angesagt Dann quietscht das nicht mehr Oder: Das soll nicht langsam quietschen, wenn das schnell quietscht, macht mir das nichts Dann geht das Aus den Medien hat Geldgeber Näder Wind bekommen von Kapitän Bockermanns Projekt und Kontakt aufgenommen Schnell ist klar: Dieses Projekt wird unterstützt Wir setzen das Topsegel dazu, dann kommen noch 1,5 Knoten dazu, dann kommen wir über sechs Dann soll das ‘n büschen aufbrisen und dann rauscht das Set the flying jib! Ich habe in meinem Leben ein Million Meilen gemacht, zig Atlantik-Überquerungen War überall auf der Welt auf dem Wasser Und ich finde die Idee einfach … einfach einmalig Und da haben wir uns vor Weihnachten getroffen und auch gefunden

Cornelius ist ein absolut echter, authentischer, ehrlicher, vertrauensvoller Geschäftsmann Wir kriegen da schon was hin Ich übernehme einfach die Arbeit im Maschinenraum Die beiden haben einen Deal Das wurde bei Spaghetti Bolognese und zwei Glas Wein beschlossen Der Inhaber des weltgrößten Prothesenherstellers Otto Bock und der Kapitän aus Wurthfleth in der Wesermarsch: Sie arbeiten in Zukunft zusammen Die “Avontuur” soll nur der Anfang sein Aber heute wird mit dem Frachtschiff erst mal gesegelt Hedi, was machst du da? 160 Geh mal auf 170. 170 Bordsprache ist Englisch Ich bin manchmal im Standarddeutsch drin, dann mische ich das, aber ich beherrsch mich meistens Jedes Kommando soll in Englisch gegeben werden Manchmal, wenn Leute nicht so richtig wissen: Dann sag ich’s lieber gleich in Deutsch Einfach praktischer. Was liegt an? Auf der anderen Seite des Atlantiks liegt Deutsch an Gut! Daniela hat vier Punkte Oh no! Du wolltest diese Frage nicht formulieren Das ist Nummer sechs, sehr gut Deutsch, die Sprache, mit der Ben auch nach Feierabend kämpft – in der Abendschule, zweimal in der Woche “Liebe Frau, Ihr Ihre Tochter … Sehr gut! Bens German soll endlich Fortschritte machen die Verben kompliziert sind Für die letzte drei Jahre ich hatte keine Lehrerin Nur in English And so Ich muss beginnen mit die Basics Ich habe nur Straße gehört Das ist meine … Pidgeon-Deutsch Und ich bin sehr frustrated mit das Das ist schwer, wenn der andere sprechen Deutsch und ich bin “öh, äh, üh, äh …” Aber ich weiß, da ist andere Viele Leute in Norddeutschland haben internationale Kollegen, sprechen nur English oder eine andere Sprache Und wenn du arbeit, dein Leben ist nur in english, ähm … das ist schwer Mein Leben für die letzten drei Jahre ist mein Arbeit Schule. Schule Deutschlehrerin Oana ist von Ben begeistert Er hat viel Talent Ich denke, es ist genau das Gegenteil Die Sprache kommt zu ihm, und er funktioniert wie ein Schwamm Er nimmt alles mit Das fällt ihm ganz leicht, das zu lernen Das ist natürlich “ein Kampf” sozusagen, die Sprache zu lernen Aber für Ben nicht so ein harter Kampf Das geht Abenteuer Abenteuer Und das musst du jetzt erklären Ah Ah, okay … ähm Wenn … äh Wenn du bist auf die Meer mit gute Freund mit ein große Reise, du bist du auf ein …? Und du hast gute Rum und Kaffee und Kakao, du bist auf eine …? Drinking? Drink ist gut, ja Getränk? Getränk? Nee Auf die Meer Abenteuer? Abenteuer, ja! Ein Punkt Während Ben in Bremen paukt, hat sein Käpt’n am Abend eine Verabredung auf der “Pink Gin” So heißt das Schiff von Gönner Hans Georg Näder Es ist eine Art Gegenentwurf zur alten “Avontuur” Nice to meet you. Oscar, pleasure How are you? Happy What a beautiful boat, you can be proud of it

Die “Pink Gin”, eine der modernsten Segeljachten der Welt Es ist der bisher größte je gebaute Einmaster aus Carbon 54 Meter lang, 70 Millionen Euro schwer Da kann auch einem erfahrenen Kapitän die Spucke weg bleiben Wir haben Vorentwürfe hier Aber darum geht es nicht Die beiden Männer feilen an der Zukunft An einer Frachtsegelflotte Klingt verwegen, illusorisch, unbezahlbar – ist für die beiden aber der nächste logische und ökologische Schritt Ich denke, das ist ‘ne natürliche Entwicklung Wir wollen ja Innovationen in der Seeschifffahrt unterbringen, um da weiterzukommen Von Containerschiffen weg, die ein sehr hoher Umweltbelastungsfaktor sind Das ist der nächste Schritt, Alternativen auszuprobieren An Land haben wir alle möglichen alternativen Energien Es gibt genug Technologien, die auch auf See einsetzbar sind, aber es macht noch keiner Deshalb ist das der nächste Schritt Wir müssen versuchen, Landesregierung an Bord zu kriegen, mit dem Ministerpräsidenten ‘nen Termin zu machen Olaf Lies mal anzutriggern, die Frau Horne Und was unheimlich wichtig wäre: Mal im Vorfeld Probier mal, mit der “Maltese Falcon” zu segeln Das ist ja ‘n bewährtes Konzept, Dyna-Rigg “Black Pearl” finde ich nicht so spannend, weil das ist the mother of the system Das ist jetzt zehn Jahre unterwegs Ich kenne die Chartercompany Da müssen wir gucken, ob wir ‘n Wochenende mit der erleben können, wie die Technik funktioniert Es gab viele Designstudien und Ideen, aber keiner hat sie ausgeführt Wir wollen das umsetzen Lieber die Ersten als die Letzten Ja. Wir sind die Ersten, wir doofen Niedersachsen Das ist ‘n Projekt, das wir durchziehen wollen Das klingt, als ob Geld keine Rolle spielt Es bleibt offen, ob den Worten Taten folgen So, Jungs! In Bremen gibt es noch so ein Zukunftsprojekt Aber das fällt ein paar Nummern kleiner aus Ben zu Gast in seiner Lieblingsbar Das ist unsere 42 Prozent Wir brauchen eine Signature Cocktail Wir habe Großhändler, der hat gefragt: “Was ist dein Signature Cocktail für deinen Rum?” Normal du trinkst unsere Rum pur? Pur. Pur? Yes! Pur! Aber für die Cocktails wir brauchen einen “Avontuur”-Cocktail Oh ja Die Suche nach einem “Signature Cocktail”: Einem Drink, der als Aushängeschild der “Avontuur” dient, einen charakteristischen Cocktail mit gesegeltem Rum Keine schlechte Marketingidee Die Kreativität des Barkeepers ist gefordert Mit dabei: Bar-Chef Nico und Ben als Verkoster Die erste Kostprobe, der grellrote, hinterlässt schon mal Eindruck Woah! Sommerlich-geil, oder was? Ein Summerdrink Der nächste Cocktail – zu Rum kommt ein Espresso und Ostfriesentee, das Ganze gesüßt mit Sirup aus Kandis Als Krönung fließt eiskalt geschüttelte Sahne in die Kreation Wenn das kein norddeutscher Cocktail ist! Er könnte die künftige Visitenkarte des Frachtseglers sein: Bens Bewertung lässt tief blicken Als Signature Cocktail Das … das probiert wie unsere Frachtladung Mit Kaffee und Rum Das ist irgendwie abenteuerlich? Die gefüllten Rumfässer von Bielle Sie darauf warten, an Bord genommen zu werden Der Käpt’n muss nur noch übliche Papiere ausfüllen Im Leihwagen am Strand von Marie-Galante Mann, echt! Wenn man um den Papierkram rumkommen würde Nicht mal am Strand kommst du drumrum So, ich muss die Bill of Lading schreiben, also die Konnossemente Ist ‘n Frachtbrief

Die Ladepapiere fürs Schiff Ich brauch ‘ne Kopie, dass die an Bord verladen wurden Jetzt muss ich den ganzen Kram übertragen auf den Bill of Lading und gucken, wo wir den ausdrucken Ich hab eine Lust dazu * Beschwingte Musik * Well, how to get it down safely? * Beschwingte Musik * Get away! Beautiful Das mit dem Runterrollen war prima, ganz weicher Sand Okay, die Frau von Bielle hat ‘n bisschen bedrückt geguckt Ihr guter Rum Aber wenn die das nicht abkönnten Das müssen die Fässer abkönnen Eins von den Sicherungsbändseln ist abgegangen Da mach ich ‘n neues dran Dann sollte das funktionieren Wunderbar Get your toes away underneath I don’t know, how long it lasts Go! * Stöhnen * You have to shout Otherwise you don’t have your full power Shout – he’s the next one * Schreien und Stöhnen * Come on – one, two, three! * Schreien * Here’s the next wave! Come on, go, come on Der Käpt’n will die Fässer mit dem Floß transportieren Auch aus Mangel an Alternativen Er ist in seinem Element – der Mann liebt halt das Abenteuer Bring the next barrel! Das ist ‘n One-off, ein Erstversuch, der hat dafür verdammt gut geklappt Ich hätte gedacht, es dauert länger, das Ding ins Wasser zu kriegen Jetzt schwimmt’s, astrein Da sind 500 kg – nee, ‘n bisschen mehr -, 520 kg Rum drauf jetzt Tataa! Mit Verpackung Das ist schon mal ‘n Erfolg Wenn wir für zwei Fässer je ‘nen halben Tag brauchen, sind wir Dann dauert das lange Da ist was dran Bis zur ankernden “Avontuur” sind es rund 800 Meter Das ist bei Strömung und drei Windstärken mit Floß nicht leicht zu erreichen, paddelnd schon gar nicht Und das eigene Schlauchboot ist kaputt Leider ist die spontane 5-PS-Leihgabe von einem australischen Ehepaar ein wenig mickrig Das Schlauchboot hat Mühe, ein 0,75-Tonnen-Floß mal eben abzuschleppen Everybody who wants to get on, get on now, otherwise it’s too late You don’t need to hold it all the time You’re turning this around, okay? Now you keep it like that Die Fracht wird per Floß zur “Avontuur” gebracht Die Fässer sollen heute noch an Bord Denn jetzt soll es schnell weitergehen, in andere Häfen, wo weitere Ladung wartet Die wird dann aber einfacher an Bord kommen Die Methode mit dem Floß ist ganz schön abenteuerlich Can you hold this? Das ist ‘n büschen aufwendig, ja, aber doch simpel Die einfachste Methode überhaupt, aber anstrengend Man braucht unheimlich viel Man- und Womanpower That’s what it needs, otherwise you can’t lift that Lose bitte, lose * Musik mit schnellen Akzenten * * Musik mit schnellen Akzenten * Die Idee war nicht so groß, wie sie letztlich geworden ist Ich wollte ein sozialverträgliches und umweltverträgliches Unternehmen gründen und damit arbeiten

Inzwischen ist das in der Öffentlichkeit Wir wollten die Missstände in die Öffentlichkeit bringen: Den dreckigen Seetransport, Umweltverschmutzung durch Containerschiffe 90 % aller Waren werden über See gefahren Das wurde in die Öffentlichkeit gebracht, und wir waren Teil davon Auf Reise durch die Karibische See macht die “Avontuur” noch zweimal Station: In Honduras und Mexiko Dort Waren für andere Kunden laden – Kaffee, Kakao, Kardamom -, dann den Rückweg antreten Es geht über Kuba, an Florida vorbei Auf der nördlichen Handelsroute mit dem Golfstrom Richtung Azoren, dann nach Norden Richtung Deutschland Erste Station: Hamburg Die “Avontuur” sorgt für eine Sensation Sie löscht Waren wie früher, per Hand, mit Flaschenzug Das hat es in Hamburger Hafen seit 30 Jahren nicht gegeben Elsfleth Das Schiff war seit acht Monaten nicht im Heimathafen Das ändert sich heute Die lokale Crew um Ben bereitet sich auf die Ankunft ihres Frachtseglers vor Die Plan: Die Schiff kommt um 15 Uhr Dann ein bisschen reden mit die Crew an Bord Dann löschen Die gelöschte Fracht landet mitten in Elsfleth, im Lager der Frachtsegler Hier gibt es mittlerweile viel Platz Und aufgeräumt ist es auch Letzte Woche haben wir hier ordentlich gerissen Man ahnt, sie haben viel vor Man sieht, es gibt noch viel zu tun Über den Nordatlantik wieder hierher, das ist die Ankunft von der Reise Das Abenteuer Frachtsegeln ist mehr als eine vielversprechende Geschäftsidee Es ist auch ein Denkanstoß Eine saubere Sache, von der Kapitän Cornelius Bockermann und seine Crew einfach nicht lassen können Die Jungs sind alle dabei, unterstützen das, da kann man nicht aufhören Das hat sich sehr gut entwickelt Wir haben unheimlich gute Respons von der Öffentlichkeit Das macht richtig Spaß Ich bin jetzt vier Jahre dabei Es ist sehr anstrengend Da kann man nicht mit aufhören Das spornt einen jeden Tag neu an Kein Wind, aber die Leute ist hier, die Sonne scheinen Alle sind glücklich, ich bin glücklich Elizabeth, bist du glücklich? Ich bin glücklich Alles ist gut hier Es ist ein schönen Tag für alles Copyright Untertitel: NDR 2018