Schweizer in Los Angeles (1/5) | Abenteuer USA | Doku | SRF DOK

* Hupen * * Fliessender Indie-Rock-Song * # Don’t look at me like this, hun, don’t be upset # What a wonderful day # Don’t be mad at me because I feel alright # I can’t be happy if you’re not alright # Don’t worry cause I really feel alright # I go to the USA * Leise Stimmen aus dem Radio * Es ist das erste Mal, dass ich in den Vereinigten Staaten bin Es ist ein bisschen wie im Film Überall ist ständig Musik, auch die Werbung ist lustig, z.B. Werbung für Anwaltskanzleien – völlig anders als in der Schweiz Hier machen sie Werbung mit Emojis Jetzt sitze ich im Uber Richtung Campus Es ist etwas stressig, wie jedes Mal zu Semesterbeginn Man fragt sich, ob man Freunde finden wird, ob man richtig angezogen ist, ob der eigene Stil ankommt Die UCLA ist Laurianes Traum Lauriane, die Internationale Beziehungen in Genf studiert, geht für ein Semester an die renommierte University of California Voila, je Die erste Knacknuss im Campus-Labyrinth: ihr Zimmer zu finden Ich weiss nicht recht, wo ich hingehen soll Vielleicht dort drüben Ich versuch’s hier Geschlossen Okay. Hello Ich habe die ID, aber den Zimmerschlüssel nicht Da ist es. Wir sind hier Yeah – Das ist das Stadion Gehen Sie da entlang! Da ist es Erster Stock, Zimmer 123 Es ist riesig! – Oh, yeah Behalten Sie den Plan! – Danke * Einsame Westerngitarre * Wir sind auf der Küstenstrasse nach Santa Monica, fahren in nördliche Richtung nach Malibu Herr Goldsmith wohnt zwischen Malibu und Santa Monica, in Pacific Palisades Mein Kunde, Richard Goldsmith, ist Produzent und Präsident einer französischen Firma, die Fernsehserien für Kinder macht Ein Riese mit weichem Herz, das ist Randy Er ist vor 28 Jahren aus Liebe zum American Football aus Lugano in die USA gekommen Dann hat er sein Glück beim Film versucht, seiner zweiten grossen Leidenschaft – ein kurzes Zwischenspiel Der Branche ist er treu geblieben, Der Branche ist er treu geblieben, aber er hat in die zweite Reihe gewechselt, hinter die Stars Meine Arbeit ist nicht immer dieselbe Manchmal fahre ich, bin Privatchauffeur, manchmal bin ich mit einer Hollywoodgrösse unterwegs und arbeite als Bodyguard Schön, dich zu sehen! Was einen guten Bodyguard ausmacht? Du musst gut gebaut sein, so wie ich, 2 m gross, breite Schultern Hast du viel zu tun? Ich gehe an die Oscars für Millstein, den Typen von Disney Er war sich nicht sicher, wollte mir noch Bescheid geben,

aber wahrscheinlich geht er Disney hat zwei Filme im Rennen: “Die Unglaublichen 2” und “Ralph reicht’s 2” Gehst du morgen an die Grammy-Verleihung? – Was? Gehst du an die Grammys? – Nein. Mal schauen * Einsame Westerngitarre * Frühaufsteherin Dora umgeht den höllischen Morgenverkehr in der Stadt der Engel Sie träumt von einem funktionierenden ÖV Ich nehme in Zürich eigentlich sehr gerne das Tram – und in der Schweiz den Zug Ich vermeide Meine Schwester versteht das nicht: “Nimm das Auto!” “Nein, danke.” Die Menschen hier haben sehr wenig Zeit füreinander, denn sie arbeiten wahnsinnig viele Stunden, und es ist kompliziert, jemanden zu besuchen – wegen des Verkehrs und allem Man hat einfach keine Zeit Die meisten arbeiten, sind zu Hause, schlafen und gehen wieder arbeiten Wenn sie Kinder haben, geben sie sich mit den Kindern ab Aber im Allgemeinen vereinsamen die Menschen ein wenig Auch dafür ist Tanz gut Auch Orte … Wie sagt man? Drama und so, das an der Schule gelehrt wird Das ist gut. Man lernt wieder, miteinander zu verkehren L.A. breitet sich aus wie ein Krake seine Tentakel Kein Stadtkern, nur Quartiere und Regionen, über denen Fahnen aus aller Herren Länder wehen Die Stadt samt Agglomeration ist riesig 20 Mio. Menschen leben ihr Abenteuer in der Metropole, die sich zwischen Ozean und Gebirgsketten ergiesst Im Herzen des Häusermeeres liegt Hollywood, Sehnsuchtsort für Stars und Sternchen Die Traumfabrik lockt Wer sich auf sie einlässt, gewinnt oder geht unter Ob schäbig oder schillernd, ob Show oder Schicht, in Los Angeles kann es jede und jeder zu etwas bringen In der Regel kommen die 4’400 Schweizerinnen und Schweizer, die hier leben, ganz gut klar Wie geht’s? Freut mich I’m Camryn – Nice to meet you. Lauriane Endlich ein herzliches Willkommen von Camryn, einer der beiden Zimmergenossinnen Das hier ist dein Bett Das sind Pflanzen, die mir meine Freunde überlassen haben Schön, ich liebe Pflanzen Und falls du noch kein Bettzeug hast, kannst du erst mal das hier nehmen – Vielen Dank Bis später – Ja, danke Nice to meet you – Nice to meet you, too 15 m2 zu dritt, das Bad auf dem Flur – in L.A. wird man erfinderisch Ich weiss nicht, welcher Schrank meiner ist Ich denke, der hier wird es sein Das Zimmer habe ich mir kleiner vorgestellt Das ist schon mal eine gute Überraschung Ich habe nicht erwartet, einen Schreibtisch zu haben Ich fühle mich wohl. Meine Zimmergenossin ist sympathisch Sie hat mir zwei, drei Dinge erklärt * Geschäftige, elektronische Musik * Den Pelikanen zusehen und gleichzeitig Pläne entwerfen? Niemand hätte auf Rogers Traum gesetzt Und doch hat der 50-jährige gebürtige Bündner die Zweifler in seinem Umfeld Lügen gestraft In Los Angeles hat er sein Fundament gelegt Ich bin nach Los Angeles gekommen, weil ich eine Ausbildung machen, weiter zur Schule gehen wollte Ich habe an der UCLA einen Master in Architektur gemacht Danach wollte ich eigentlich in die Schweiz zurückfahren, aber das tat ich dann nicht Life gives you things, und am Ende bist du immer noch hier Das war vor 20, nein, 22 Jahren Anfangs konnte ich knapp meine Rechnungen zahlen Es ging gerade so auf, aber eigentlich Ja, am Ende blieb nichts übrig Ich wohnte in Venice Beach in einer gang neighbourhood Ich hatte für 500 $ im Monat ein Zimmer gemietet Mein Auto wurde gestohlen In retrospect, wenn man zurückschaut,

war es eigentlich eine gute Sache – im Moment vielleicht nicht, aber du lernst hustlen, wie man bei uns in Los Angeles sagt Du lernst, rauszugehen und Jobs zu finden Als ich damals die Schweiz verliess, sagten alle: “No way, dass du dort ein Architekturbüro eröffnen oder auch nur zur Schule gehen kannst.” Das war damals schon: “No way, dass du dort eine Uni besuchen kannst.” Weil ich nicht den normalen Architekturwerdegang habe, wie man ihn in der Schweiz macht, mit ETH und so – ich habe einen anderen Weg eingeschlagen Darum hiess es: “Du hast keine Chance.” Bei manchen löst das aus, dass man den Zweiflern erst recht beweisen will, dass es geht. I can do it * Antreibende Westerngitarre * Ich kam 1995 nach Los Angeles Ich habe einen Master an der UCLA gemacht Ich bin mit einem One-Way-Ticket hier angekommen * Stakkatoartiges Hupen * Es gab einen Professorenstreik Sie kämpften für besseren Lohn und eine Krankenversicherung Stell dir das mal vor: Lehrkräfte, die keine Krankenversicherung haben! Es war ein ziemlicher Schock, als ich hier ankam Ich habe die Stadt überhaupt nicht verstanden Da gab’s kein Zentrum, ich wusste nicht, wohin ich gehen sollte, um Leute zu treffen oder einen Kaffee zu trinken Ich wusste gar nichts Schritt für Schritt habe ich mich in dieser Stadt eingelebt, die trotz allem schwierig bleibt Dann habe ich mich in sie verliebt Ich glaube, weil sie so schwer zu erobern war, habe ich dann Ja zu ihr gesagt In ihrem Atelier im Industriegebiet Atwater nimmt Francesca den Raum ein, den sie in der Schweiz nie hatte Ihren rebellischen Geist, den sie in der Genfer Hausbesetzerszene erprobt hat, hat sie behalten Ich gehöre zu den Leuten, die in Genf das Ilot 13 und den Etat d’Urgences gegründet haben, also auch damals schon politische Ideen hatten Und auch wenn ich in einer Gemeinschaft gelebt habe, die sehr offen war, musste ich die Wurzeln kappen, um mich entfalten zu können Ich glaube, dass meine Bilder immer schon etwas von zerfallener Architektur hatten, von Notunterkunft, von Nest Das zieht sich wie ein roter Faden durch meine Malerei Aber es stimmt auch, dass sie mit Aktionen begonnen hat, und erst als ich hierhergezogen bin, ist sie bildhafter geworden Eine Entwicklung, die anerkannte Galerien wie Hauser & Wirth gerne begleiten Während sich die Kunstwelt permanent vorwärts bewegt, sind die Ideen der Regierenden regelmässig rückwärtsgewandt (Frau im Radio) can’t sell his beer No more beers? Fuck Trump! * Einsame Westerngitarre * * Klassische Klaviermusik * (Dora) Fersen, und atmen! Elastisch ziehen! Gut Auch mit 72 Jahren brennt Dora für das Vermitteln und Weitergeben Die Tänzerin und Choreografin aus Zürich hat ihre Spitzenschuhe auf allen grossen Bühnen der Welt geschnürt Sie hat an der ehrwürdigen Metropolitan Opera in New York unterrichtet und ohne Zögern ans Community College gewechselt – ein Konservatorium, das allen offensteht Das ist keine harmonische Bewegung, das ist: ta-da-ara Wie auf der Achterbahn, hoch und runter Du tauchst ab ins Tal, und da gibt es diesen Moment, du erstarrst, du berührst das Universum, du holst all deine Energie raus Denk an da Vinci! And up! Go! And up! Align! Ich arbeite gern mit den Schülern und gebe gern Stunden, v.a. Ballett Choreografie und dann die rehearsals Wie sagt man? Die Proben für die Show Wir haben zweimal im Jahr eine Show, und die habe ich jetzt lange geleitet

Excellent Ich bin wahnsinnig stolz auf Carol Sie ist 80 und macht alles und ist wirklich gut Und Bernie ist 60 Das ist besser Lass uns zählen! And one, two and push! Go! And Ich habe z.B. George Chakiris Er hat ja den Oscar für “West Side Story” erhalten Janis Ian war eine berühmte Sängerin-Songwriterin Wir sind immer noch befreundet Ja, viele. Sämtliche Tänzer der Shows sind zu mir gekommen Ich hatte v.a. Professionelle Spürst du das? Streck dich, berühr das Universum! Patrick Swayze hat auch meine Klasse besucht. Er war auch hier Und noch andere Ich muss das mal aufschreiben, damit ich mich an alle erinnere Elbow touches the rim of the universe And one, two and three Release! Let go! Lass los! Thank you That worked Heute erteilt sie eine ihrer allerletzten Tanzstunden, denn Dora will nach 40 Jahren in den Vereinigten Staaten in die Schweiz zurück Heimweh kennt Dora nicht Ich hatte im Leben ja viele Veränderungen Ich habe an vielen Orten in vielen Ländern gewohnt, und es hat mir eigentlich nie viel ausgemacht, zu wechseln Ich habe mich immer darauf gefreut Das Leben muss weitergehen Darum macht’s mir vielleicht auch nicht so viel aus, jetzt wieder weiterzugehen Ich habe für mich dieses Recht immer beibehalten, dass ich weitergehen kann und nicht irgendwo stecken bleibe Und das ist gut so Man muss loslassen können Es ist Zeit, loszulassen Jetzt gehen wir auf den 405, die längste Parking den längsten Parkplatz der Welt Hier ist es immer schlimm, wenn man vom 90er-Freeway kommt Bevor man zum 10er-Freeway kommt, gibt es immer einen Engpass Das ist jeden Morgen so Es ist den ganzen Tag so * Brummende elektronische Musik * In Los Angeles ist Autofahren die Hölle Zu Spitzenzeiten endet das Roadmovie eingekeilt in einer Blechlawine Die Wegzeiten richtig einzuplanen, gehört zu Rogers Stärken Er fährt ungehindert in den östlichen Teil der Stadt Ein treuer Kunde hat ihn mit dem Bau seines Hauses betraut Mit der Mauer können die Bäume nicht bleiben. Einer liegt schon Doch zuerst braucht er eine Baubewilligung Das ist das Problem – Muss es die Stadt ersetzen? Sie werden es nicht tun, wegen der Kosten Ich schau mit dem Verantwortlichen, ob wir die Dinge nicht andersherum machen könnten Was kompliziert ist Roger stösst an die Grenzen des kalifornischen Traums Es ist ein schwieriges property, weil es in einer gully ist – der tiefste Punkt Das ist kein guter Baugrund Man muss piles einlassen, um die foundation zu machen Da dauert es länger, eine Baubewilligung zu bekommen Aber heute ist es normal, dass es in Los Angeles drei bis acht Monate dauert Woanders kann es zwei, drei Jahre dauern Nach letzten Checks nimmt er seinen Kampf gegen die städtische Bürokratie wieder auf * Schwere, elektronische Musik * Der Verkehr schlängelt sich weiter, ohne Unterbruch Gut, dass Randy Nerven aus Stahl hat und in bester Begleitung ist Randy, seit wann kennen wir uns? Seit Juni 2002, seit 17 Jahren 17 lange Jahre. Ich habe Randy als Fahrer kennengelernt Wir stehen uns sehr nahe Er gehört zur Familie Wir gehen zusammen essen, er lädt mich an meinem Geburtstag ein, oder an Silvester zu sich nach Hause Wir waren schon zusammen an Konzerten

Kurzum: Unsere Beziehung ist freundschaftlich, nicht nur geschäftlich Wenn meine Tochter nachts spät ausgeht, wollen wir nicht, dass sie ein Uber oder ein Taxi nimmt Wir wollen, dass Randy sie abholt Wenn meine Frau und ich zu einem Konzert oder an eine Abendveranstaltung gehen und 20’000 Menschen dort sind, kommen wir raus und wissen, dass Randy genau beim Ausgang steht Manchmal sage ich, wenn ich einem guten Fahrer begegne Dann erzähle ich dir: “Ich bin Randy aus Mexiko oder Randy aus Korea begegnet.” Ist das ein neuer Anzug? – Nein Du bist immer piekfein – Er kommt gerade aus der Reinigung * Einsame Westerngitarre * Die Kehrseite der Medaille ist für Roger, dass er gegen den Amtsschimmel ankommen muss Wir gehen ins City of Los Angeles in Van Nuys Das ist das building department, wo wir ein Meeting mit einem plan checker haben, der schaut, ob wir alles für die Baubewilligung für das Einfamilienhaus in der Nähe von downtown Los Angeles haben Es ist eigentlich alles viel stärker reguliert als in der Schweiz, v.a., wenn’s ums Bauen geht Ob es ein Vorteil ist, wenn man Swiss ist? Wahrscheinlich schon Man ist on time, man weiss, wie man mit dem Gesetz umgehen muss, man ist organisiert – ja, es ist ein Vorteil V.a., weil man gut organisiert ist Das ist eigentlich ein Vorteil Man lernt in der Schweiz ja als Kind, dass man schön organisiert und on time sein muss Ich bin ja auch immer schön zum richtigen Zeitpunkt da Das Problem ist nur, dass das manchmal nicht hilft, weil die, mit denen du zusammenarbeiten musst, eben nicht on time sind Das ist Manchmal kostet es Nerven Das Schlimmste, was passieren kann, ist, dass er sich die Pläne anschaut und nicht alles da ist, wovon er glaubt, dass es da sein müsste Dann kann er nicht alles kontrollieren und schickt uns zurück nach Hause Auf in den geheimnisvollen Dschungel der Stadtverwaltung Bekommt Roger endlich die langersehnte Baubewilligung? * Fliessende, klirrende Klaviermusik * UCLA, ein Campus der Superlative Ein über 169 ha grosses Grundstück in Westwood mit knapp 45’000 Studierenden aus der ganzen Welt Die Stadt in der Stadt besteht aus 163 Gebäuden Meist wird ein bekannter Architekt mit einem Neubau betraut Für Lauriane geht die erste Kurswoche zu Ende Es gibt 1’000 neue Sachen Daran musst du dich erst gewöhnen, aber alles in allem läuft es gut Ich muss mich beeilen, sonst komme ich zu spät Ich finde die Kurse sehr gut Sie sind super interessant Die Professoren haben eine Art, zu unterrichten, die ich für etwas amerikanisch halte Sie bauen Witze ein, sie bieten fast schon eine Performance, eine Show Hier das chinesische Raumschiff, das auf dem Mond gelandet ist Auch die Vereinigten Staaten haben ein Raumfahrtprogramm, die EU hat eins, die Russen auch Damit machen sie klar: “Wir sind technisch top.” “Wir können das.” Das ist ein starkes Zeichen, und die Chinesen haben ihre Leistungsfähigkeit der ganzen Welt vorgeführt Verwirkliche etwas im All, und alle werden es sehen, und alle werden wissen, dass es alle gesehen haben Ein Raumfahrtprogramm ist ein sehr effizientes Mittel Auch die Universität kann prahlen Die Namen der Ehemaligen lesen sich wie der Abspann eines Hollywood-Klassikers: Francis Ford Coppola, Jim Morrison und James Dean, die wie Lauriane gerade mal ein Semester hier verbracht haben Sylmar, San Fernando Valley, 35 km ausserhalb der Stadt

Doras Zuhause In L.A. heisst es, das sei ein Randgebiet, dabei werden hier keine Autos angezündet, sondern gehegt und gepflegt Das Haus wird wegen des anstehenden Verkaufs gerade aufgemöbelt Hey, guys! Hunde und Menschen sind in einem Zimmer zusammengepfercht und leiden unter den Bauarbeiten Das sind mein Eddy und mein Simon Ja, wir leben alle hier drin – vier Hunde und mein Mann Wir müssen unbedingt lüften Das riecht nicht mehr gut Und dieser Rollladen muss ersetzt werden. Er geht kaputt Ihr könnt ganz ruhig sein Wir lassen euch nicht zurück, versprochen Ihr kommt mit uns in die Schweiz Ihr wart ausgesetzte Tiere, die ich aufgenommen habe Alles wird gut, das verspreche ich euch Das war mal meine Küche Im Moment kann man hier nicht mehr essen Wir müssen sie für den Verkauf vorbereiten Die wollen das eigentlich schon am 1. Februar auf den Markt bringen, aber ich bin nicht sicher, dass das geht * Langsamer Country-Song * # I met a girl in New Orleans, she was waiting on tables there I like the guys’ song – # I told her that I loved her smile # and her pretty head of hair # She invited me back to her place Who is that? – … who could ask for more? # I jumped up apprehensively What’s going on? Show me what you do! Doras Mann Pasqual ist ein Mann des Theaters Das Paar arbeitet an einem Film über die Tätowierkunst Das ist ein Maori – Wow Ist das auch ein Maori? – Das ist japanisch Wunderschön! # She grabbed a needle and a bottle of ink and gave me a little smile In all dem Chaos bewahrt Dora Haltung – ganz die disziplinierte Tänzerin Pasqual hat mit der Vorstellung, sein Land zu verlassen, mehr Mühe Auch gesundheitlich ist er nicht ganz auf dem Damm Entspann die Schultern! Beide! Ausatmen, das wird dir guttun Ich liebe dich – Ich liebe dich auch Ich will nicht in Los Angeles alt werden Deshalb ist es gut, zu gehen Nicht wahr, mein Schatz? Ich denke, es wird gut Ein völlig neuer Lebensplan Und ein neues Leben alle 100 Jahre ist gut für dich Weg von den politischen Unruhen in Amerika, solange wir noch können Keiner weiss, was auf uns zukommt Bist du nicht froh, einen Schweizer Pass zu haben? Sehr froh Ich hoffe, ich werde ihm gerecht Ich werde mich wohl an die Sprache anpassen und sie noch besser lernen müssen Ich werde Kurse an der Migros-Klubschule nehmen, aber auch mit Babbel auf dem Handy lernen Dank beidem werde ich dann wohl Grüezi und Ja sagen können Jungfrau Jufer? – Jungfrau – Oh, Jungfer Jungfrau – Jung-Frau That’s perfect – Ja * Einsame Flötenklänge * In dieser Stadt brauchen Kämpfer einen langen Atem Haben Roger und sein Ingenieur Dean den Heiligen Gral gefunden? Pokergesichter und ein etwas angestrengtes Lächeln Man muss auf die Kleinigkeiten achten Sie wollen deine Pläne noch einmal sehen Meine Pläne sind gut Es ist nicht schlecht gelaufen Architecturally ist alles okay Jetzt müssen wir einfach noch im engineering, also structurally, for grading and all that noch einige corrections machen Und dann müssen wir noch einige clearances holen, also in verschiedenen departments bestätigen lassen, dass alles okay ist Wir haben es mit verschiedenen städtischen Abteilungen zu tun Einige nehmen es mit architektonischen, andere mit Ingenieursregeln sehr genau Einigen ist es komplett egal,

andere wollen am liebsten gar nichts bauen lassen Aber damit müssen wir leben Okay, see you over there * Wehmütige Klänge * In Los Angeles regnet es nie, das weiss jeder Aber nach jahrelanger Dürre wird im Regen getanzt und gesungen Die Wassertanks füllen sich und die Autos glänzen (Weibliche Computerstimme) In quarter of a mile, turn right on North Figueroa Street Mist, wir haben einen Umweg gemacht * 80er-Jahre Hip-Hop-Song: “Buffalo Gals” von Malcolm McLaren * # Two Buffalo gals go around the outside, round the outside Das erinnert mich an meine Jugend Francesca muss 1 Std. fahren, um ihre Söhne Milo und Tristan von der internationalen Schule abzuholen Europäischer Lehrplan mit Unterricht auf Englisch und Französisch, um das Niveau zu halten Salut – Salut Tristan, wie geht’s deinen Füssen? Sind sie nass? Brauchst du ein anderes Paar Schuhe? Müssen wir dir für heute Abend neue Schuhe kaufen? * Einsame Westerngitarre * Letzter Stopp des Tages für Randy bei seiner Firma, wo er seine Limousine abstellt Der Betrieb ist auf Dienstleistungen für VIPs spezialisiert Tschau, Marcus, ich bin fertig Bis morgen Okay, thank you Ich bin ständig unterwegs Wenn ich kann, spiele ich Football oder gehe an den Strand Ich arbeite und bin sehr aktiv Schlafen kann ich, wenn ich tot bin * Fliessender Indie-Rocksong * In den Hügeln von Los Feliz bei Hollywood, in der Nähe des grössten Wassertanks der Stadt, Silver Lake Das Viertel ist ein wahrer Künstlerpool Hier wohnt Francesca mit ihrer Familie Nehmt die Papiere mit, Jungs! Attends une seconde! Hi! Ich habe drei Hündinnen, drei bitches Ich brauche hier weibliche Energie Um mich herum habe ich nur Macker Ich habe einen Mann und zwei Söhne Es riecht nach Käsefüssen, und der Klodeckel ist ständig oben Deshalb brauche ich weibliche Energie von meinen Hündinnen Yeah, that’s my beauty Das sind Fotos, die Cathy Opie von meinen Kindern gemacht hat Im Gegenzug hat sie ein Bild bekommen Wir haben getauscht Sie möchte sie noch einmal fotografieren Das wäre super, jetzt, wo sie Teenager sind Und das ist ein Bild von Eddies Vater, Ed Ruscha Er war ein grossartiger Mann Und das ist ein Foto von Eddie, seinem Vater und Milo Der Schwiegervater ist ein bekannter Pop-Art-Künstler, der Ehemann und die Kinder sind Musiker Ganz einfach eine kreative Familie Ich mache heute Abend Burger Ich befolge ganz genau das Schweizer Rezept für Burger Ich denke, wir sollten zuerst das Gemüse machen Was meine Kunst angeht, konnte ich, als ich noch keine Kinder hatte, in meinem Atelier bleiben, auch bis Mitternacht Ich konnte arbeiten Das ging problemlos

Aber jetzt geht das nicht mehr Deshalb müssen wir uns ein bisschen besser organisieren, damit beides klappt Gleichzeitig sollte keines von beidem leiden, weil die Kinder dich brauchen Wir versuchen, die Dinge gut zu machen, so, wie wir es für richtig halten, und trotzdem unsere Identität als Künstler zu bewahren Es kann dazu führen, dass du deine Kunst anders fokussierst Ich glaube, es war in vielen Dingen sogar hilfreich, Kinder zu haben, und dadurch eine breitere Perspektive auf das Leben und auf unseren Platz in der Welt Tatsächlich bietet Kalifornien für mich eine Art Freiheit, sogar für den eigenen Lebensstil, für die Art, wie du lebst, die Art, einen offeneren Blick auf die Dinge zu haben Ich wurde in der Schweiz erzogen und das war gut, aber es war anders Es war etwas eng Die Prüfung hat drei Teile Redet ihr über Malcom X? – Wahrscheinlich Und sicher über Martin Luther King Jr Die Schwarzen Panther – And the Black Panthers Ich habe einen wunderbaren Film von Agnes Varda gesehen Ja, den hast du mir gezeigt Wir sollten ihn uns heute Abend anschauen Sie war so jung und klein, aber sie hat die Schwarzen Panther gefilmt Fernab vom Hollywood-Glamour liegt North Hollywood, ein bescheidenes Viertel, in dem die Strassenlaternen die Spotlights sind Los Angeles ist eine riesige Stadt – nicht wie Lugano, wo ich aufgewachsen bin, mit meinem Umfeld, meinen Freunden, den Nachbarn Ich fühle mich hier nicht allein Es ist kein Problem, dass ich ledig bin, dass ich keine Familie habe, weil ich ständig unter Leuten bin * Zischende Lockgeräusche für Katzen * Wenn ich zu Hause bin oder hier, mag ich die Nähe zu den Tieren, die ich liebe Ich liebe das Leben, weil ich tun und lassen kann, was ich will Roger! * Lockgeräusche * * Friedliche Klaviermelodie * Manchmal, da gab es so Momente im Lauf des Jahres, zu Weihnachten oder Neujahr Ich hatte niemanden, wusste nicht, wohin, und blieb allein zu Hause Es gab Momente der Einsamkeit in dieser grossen Stadt In der Stadt der 1’000 Lichter lauert die Einsamkeit im Schatten Sie wittert ihre Beute, bereit sie zu verschlingen Wer in L.A. überleben will, muss die Einsamkeit besiegen * Pulsartige Paukenschläge * Man sieht die Häuser in Flammen und v.a. die enorme Masse Rauch, die über die Stadt kommt Wie kann ich das darstellen?

Wir sind offiziell verspätet An alle Männer: Blumen sind immer gut Hallo – Hallo, Schatz 550 ist mein Mindestpreis Wenn wir das erreichen wollen, brauchen wir eine Strategie * Fliessende Popmusik *