Ferien an der Mosel | WDR Reisen

Wunderschön ist es an der Mosel Wir beginnen unsere Reise mitten in den Weinbergen Kommen Sie mit in eins der schönsten Flusstäler Europas Idyllische Weindörfer stehen auf dem Programm und mächtige Burgen voller Geschichten und Legenden Nirgendwo auf der Welt sind Weinhänge so steil Wie man dort hochkommt? Das werden wir rauskriegen Und wie man in so einen Keller hineinkommt Die Mosel mündet bei Koblenz in den Rhein Dort endet unsere Reise Sie startet in Bernkastel-Kues Wir besuchen außerdem Beilstein und Cochem In der Natur drum herum gibt es viele Gelegenheiten, Spaß zu haben Für Klein und Groß * Musik * Untertitel: WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR Es macht richtig… Es ist toll Am Anfang hatte ich noch Respekt Mittlerweile weiß ich, alles geht mit dem Gleichgewicht hin und her Man kann komplett durch die Weinberge fahren Links die roten Trauben, rechts die weißen Herzlich willkommen an der Mosel Wir düsen weiter, oder? – Okay – Schön Wir fahren durch die Steillagen des Erdener Treppchens Solche Gruppentouren kann man in Erden buchen, wo wir gestartet sind Unter sachkundiger Führung geht es 2 h über die recht passablen Wege, über die auch die Trauben transportiert werden Man kommt hier gut durch die Weinberge, alles geteert Ja, wir haben 90% Asphalt Nur wenig ist Schotter, aber den kann man auch ganz gut fahren Ja, ist wirklich Hier wird es langsam schon steiler Hier kommen wir in die Steillage, Erdener Treppchen Am Ende, wo die Aussichtsplattform ist, ist es am steilsten Da gehts in die Lagen, wo man nur noch zu Fuß hingehen kann Und wo man sein Elektrogefährt stehen lassen muss So wie wir gleich, wenn wir unseren Rastplatz ansteuern Hier gehts aber runter – Ja, da gehts schon los Man sieht unten den Boden nicht – Ja Du kannst gern versuchen, einen Schritt darein zu tun Aber halt dich gut fest * Musik * Voll in den Steilhang rein – Vorsicht, Geckos Dass dieser Schiefer so schön Der ist ja ganz warm Das ist Schiefer. Und zwar sind das Ablagerungen von einem Urmeer Von dem “devonischen Meer”, deswegen auch Devonschiefer genannt Der hat die Eigenschaft, die Wärme zu speichern Guck mal, warm wie ein Bügeleisen fast Deswegen sind wir auch nachts in der glücklichen Lage, dass wir angenehme Temperaturen haben Man hat auch früher mit diesem Schiefer die Weinberge gedüngt In den Wintermonaten hat man den Schiefer abgebrochen, klein geklopft – Jetzt nicht mehr? Nein, Gott sei Dank – Aber klopfen tun manche immer noch Das sind schöne Anekdötchen, Grüße auf kleine Täfelchen geschrieben Da verewigen sich die Leute Ah, Vorsicht, Schiefer ist brüchig Aber ist es nicht wunderschön? Das muss hier verewigt werden Haben wir hier ein Plätzchen? Hier so? So, mit Liebe gemacht kommt noch ein Stückchen Schiefer für Sie in den Wunderschön-Rucksack Hier am Erdener Treppchen wird nur Riesling angebaut Wer sich die Reben genauer ansehen will, es gibt auch einen 4 km langen Wander- und Kletterweg in 3 Schwierigkeitsstufen

Unterhalb der Burgruine Landshut bei Bernkastel-Kues soll man eine herrliche Aussicht haben * Musik * Das ist ja hier der Hammerblick, oder? Weiß man gar nicht, wo man sich zuerst hinsetzen soll Guten Tag – Guten Tag Ich bin so verzückt in den Blick – Ist traumhaft schön – Ja, echt Ich liebe den auch Aber Sie kommen nicht von hier – Nee, Holland Ach was? – Bin verheiratet, meine Frau aus Bernkastel Da haben Sie sich ein schönes Fleckchen Erde ausgesucht Ja, traumhaft schön Und was trinkt man hier oben? – Ich würde sagen, Rieslingwein Der ist dann auch direkt von hier? Die kommt von da – Von da? – Ja Das ist doch toll Das hätte ich gerne – Okay Danke schön Das find ich schön, wenn das so kalt perlt An der Mosel darf man am helllichten Tag schon Wein trinken? Ja. Selbst morgens früh – Schon morgens früh? Wirklich? Hat ne schöne Farbe auch Zum Wohl – Zum Wohl – Schön Rund um Bernkastel-Kues wird auf fast 6.000 ha Wein angebaut Überwiegend im Steilhang Diese Weinlagen gehören zu den ältesten in Deutschland Ich bin keine Weinfachfrau, aber mir schmeckt er ausgezeichnet Und wenn man den Wein an so nem Ort trinkt, schmeckt er eh doppelt so gut Oh – So Und die Rieslingsuppe – Das sieht ja schön aus Da ist Rieslingwein drin? – Echter Rieslingwein Duftet köstlich – Lass es schmecken – Danke Oh, das kommt ja hier nett daher (Mann) Guten Appetit Danke, ebenso Zum Wohl. Auf die Mosel Was hat Sie hierher verschlagen? – Wir sind Camper – Camper? Und sind in Traben-Trarbach – Komm ich auch noch hin Und jetzt mit dem Rad entlang der Mosel hergefahren – Schön 20 km, angenehme Strecke, und zurück mit dem Schiff Mit dem Rad hin, mit dem Schiff zurück Kann man auch gut machen – Genau Ich hab noch was für Sie In den Rucksack kommt auch diese Moselkarte mit dem Mosellauf Das Schöne ist, gucken Sie mal da sieht man wirklich alles drauf Die gute alte Karte tut es manchmal noch besser als die App Das ist ein schöner Start, wenn Sie an der Mosel unterwegs sind Ist für Sie hier drin Die Burgruine über Bernkastel stammt aus dem 13. Jh Zur gleichen Zeit erhielt der Ort die Stadtrechte Mit dem Winzerort Kues zusammengelegt wurde sie aber erst Anfang des 20. Jhs Aus Kues kam übrigens der berühmte Philosoph und Mathematiker Nikolaus von Kues, auch Cusanus genannt Die meisten Gebäude in der Altstadt sind aus dem Mittelalter oder der Renaissance Alles sehr hübsch rausgeputzt * Musik * Jetzt hab ich mir noch ein Fahrrad ausgeliehen Kein E-Bike, weil das kann man auch so hier an der Mosel Ich möchte nach Traben-Trarbach Das soll ne ganz schöne Strecke sein Morgen * Musik * Wir fahren jetzt auf dem Mosel-Radweg, Etappe 6, rund 22 km * Musik * Traben-Trarbach ist schon lange ein Zentrum des Weinhandels

Über die Mosel wurden die Fässer in die ganze Welt verschifft Vorher lagerten sie in unzähligen unterirdischen Weinkellern Unter dem Hotel Moselschlösschen soll sich ein besonders imposanter befinden So, Frau Kallert, dann entführ ich Sie in die Katakomben Spannend. Man geht raus, um wieder reinzukommen – Genau Hier ist es schon mal sehr lauschig – Genau Guten Appetit Hier rein? – Genau Wir gehen praktisch hier runter Jetzt gehen wir rein Das sieht nicht so historisch aus – Das wird noch * Musik * Auch hier wieder der Schiefer Von wann ist denn dieser Keller? – Der ist von 1754 1700, hei, ei, ei – Genau Das ist alles original Es ist nur gesandstrahlt Das ist dieser Sandstein, der aus der Region kommt Und der Basalt und der Schiefer aus der Region – Mensch Und was war hier gelagert? Ist ja riesengroß Traben-Trarbach war nach Bordeaux der zweitgrößte Weinhandelsplatz in Europa Das liegt daran, dass die ganze Mosel erzkatholisch ist und Traben-Trarbach protestantisch Dadurch hatten die einen anderen Absatzmarkt als der Rest der Mosel Die Protestanten haben Wein ausschließlich bei Protestanten gekauft Also Holland, England, Ostpreußen, die Protestanten haben den Wein in Traben-Trarbach gekauft Und der war sehr teuer damals Es ging darum, diese großen Fässer so nah wie möglich an die Mosel zu bringen, weil vor der Bahn wurde alles mit dem Schiff abgewickelt Das ist ja spannend – Ja Wir gehen hier durchs Labyrinth Labyrinth? Okay Jetzt wirds aber richtig Und jetzt riecht es nach Keller Und tropft von der Decke Jetzt gehts ganz tief runter – Genau Wir haben insgesamt, wenn man alle Keller addiert, 5 km Keller in Traben-Trarbach Das ist der Grund, warum wir einen unterirdischen Weihnachtsmarkt haben Wir haben den einzigen unterirdischen Weihnachtsmarkt Den gibts ungefähr seit 10 Jahren Das ist ein Megaevent, hat sich entwickelt zu einem Megaevent Sie meinen, hier gehts lang. Sicher? – Ja, ich bin sicher Hier sind so Abflussrinnen Die Keller sollten immer feucht sein Die Fässer sollten auch feucht sein – Ach so Jetzt gehen wir hier weiter durch Mensch, Kopf einziehen – Genau Hier gibt es das eine oder andere Fläschchen. Darf ich? – Gerne Oh Gott, ist da was noch drin? – Ja, da ist noch was drin Weißwein – War schon im Hochwasser Riesling von 1700 irgendwas – Das glaub ich nicht Kann man ihn noch trinken oder nicht? – Man könnte ihn probieren Der Riesling hält sich sehr lange wegen der Säure Keine Jahreszahl drauf. Sieht aus wie ne Flaschenpost – Ja, ne? Toll, was man hier finden kann Das ist ein sehr interessanter Keller Und jetzt sind wir wieder an der Mosel, wenn wir hier rausgehen Ach, guck, Tageslicht – Genau Ich dank Ihnen, dass Sie sich Zeit genommen haben – Alles Gute Gut, danke – Tschüs Traben-Trarbach ist auch bei Schlechtwetter schön Der Ort war nicht nur einer der 1. in Deutschland mit elektrischer Straßenbeleuchtung Die cleveren Kaufleute engagierten auch einen fähigen Berliner Stadtplaner und erhielten eine Menge architektonischer Kostbarkeiten aus der Zeit des Jugendstils Das prächtige Brückentor war das 1. Werk von Bruno Möhring in Traben-Trarbach

Weitere Aufträge sollten folgen Möhring schuf eine beachtliche Anzahl von repräsentativen Jugendstilvillen und brachte damit weltmännische Extravaganz an die Mosel Ebenfalls in einem prächtigen Jugendstilbau befindet sich heute das Buddha-Museum von Traben-Trarbach Rund 2.000 Ausstellungsstücke, die die Kunst und Weltsicht des Buddhismus beleuchten, kann man hier betrachten Wollte man jedem Buddha nur 1 min widmen, müsste man sich über 30 h hier aufhalten Sehr meditativ * Musik * 2 km entfernt bietet ein Hotel in Zusammenarbeit mit dem Buddha-Museum Ayurvedabehandlungen an 1903 schenkte der Architekt Möhring der Stadt ein prachtvolles Jugendstilhotel, das heutige “Bellevue” Hochmodern damals mit integriertem elektrischen Licht Es gehörte gleich zu den ersten Häusern am Platze Adlige und Prominente zog es im frühen 20. Jh. magisch an Auch Heinz Rühmann soll hier oft gewohnt haben * Musik * Wie durch ein Wunder haben Fassade und Inneneinrichtung die 2 Weltkriege überstanden * Musik * Wenn man bei so schönem Wetter hier entlangschlendert, hat die Mosel was sehr Entspanntes Hier Traben, da Trarbach Die Schiffchen fahren, Sonne im Gesicht Wenn man mit der Familie mehr Action haben will, gibts hier in der Gegend noch einige Möglichkeiten * Musik * Hier gehts schon zur Sache Einweisung da Hallo – Hallo Sie auch klettern? – Schon gerne klettern Dann loslegen Ganze Familie? – Ja. – Genau Papa, Mama und Buben Die beide mitklettern wollen schon? Hier die Beine rein, links und rechts So, zack, zack Aber es gibt verschiedene Levels, ne? (Mann) Das ist auch gut Wo man sagen kann, wie viel traue ich mir zu Das ist schon ein Riesenklettergarten Für jedes Mutlevel was dabei Ich hab echt Respekt vor diesen Höhen Das haben sie alle – Haben alle? Aber man ist ja immer angeseilt – Auf jeden Fall, passiert nix Ihr bekommt ne Anweisung, dann dürft ihr los – Okay Dürfen die Kinder denn so hoch, wenn sie wollen? Die 2 haben bei so was total Spaß, dann will man auch mitmachen Es macht einem selber Spaß Ich bin gespannt Ich guck, bis wo ihr klettert Juko und Mats sind erst 6 und 7 Na, die 2 trauen sich was Ihr seid ja schon durch fast Und machen das schon ganz selbständig Klappt gut – Ja Zack, zack In der Höhe ist es noch entspannt Aber wenn 20 m unter mir wären, wäre ich schon, glaube ich, zittriger unterwegs Aber zum Einstieg ist das nicht schlecht auf dem Kinderparcours * Musik * Der muss hier rein und der andere noch dazu Nee, der muss nicht dadurch – Wo muss der denn hin? – An die Hier noch eins? – Ja – Ach so Und der da auch? – Ja

Ihr habt schon kapiert, wie das muss (Mutter) Gehen wir ein bisschen höher? – Ja Höher, höher, höher – Okay Voller Erfolg für die Family Ich guck mal, ob ich ne größere Rutsche finde, wo es für Große ist Oh Wenn man nach da guckt, merkt man: Oh shit, ist das hoch Ich dachte, ich rutsch hier Aber, oh Gott, hier muss ich ja einen Drahtseilakt vollziehen Oh nein Okay, es muss jetzt alles stimmen Bloß keinen Fehler mit diesen Teilen hier Ist das jetzt fest? Jetzt fragt man sich plötzlich, sind die wirklich fest Auf 2 m Höhe fragst du dich das nicht Jetzt halt ich mich Mehr halt ich mich nicht, nur mit diesen beiden? Oh Gott Oh nein Okay, ich versuch das mal hier rüber Oh, oh, oh. Wenn ich… Oh nein Und was wackelt so blöd? Das ist schon das schwierigere Level Yes! Lieber nicht runtergucken Es ist entsetzlich hoch Ich hab jetzt echt ein bisschen Schiss Oh nein. Fertig? Und schreien (schreit) Ist das krass Boah, das war echt ne Herausforderung * Musik * Als krönender Abschluss kommt jetzt für Sie ein komplettes Slacklineset Sie kennen das vielleicht, man spannt das zwischen 2 Bäume, dann versucht man, darauf zu balancieren Dann heißt es, üben, üben, üben Das kommt für Sie in den Wunderschön-Rucksack Und ich hol noch mal ein bisschen Luft, hab ich nötig. Puh Weniger actionreich, dafür aber umso fantasievoller ist unser nächster Ausflug Es geht ins Kautenbachtal in der Nähe von Bad Wildstein Dort gibt es einen “Elfenpfad” Was es damit wohl auf sich hat? Und was ist die “Bischofsmütze”? Wir sind wieder eine kleine Gruppe Achim Ochs macht besondere Stadt- und Naturführungen Er hat seine Nichte mit ihren beiden kleinen Töchtern mitgebracht Hinter der Brücke, da gehts rein Da fängt der Elfenpfad an Wir haben gar nicht weit weg ein Siebenbachtal – Aha Da treffen sich auf wenigen Hundert Metern 7 Bäche – Oh Toll Aber die Zahl 7 mogelt sich ja überall durch Ja, das ist so ne magische Zahl – Ist eine magische Zahl Schau mal, hier haben wir das alte Schild Da sieht man, dass der Elfenpfad eine richtig alte Sache ist Sehr verwittert – Ganz verwittert Und ein bisschen mystisch ist das Ganze Oh Elfen 1 – Ich seh eine Elfen 100 Wo denn? – Da (Achim) Da oben, in dem Felsen drin, genau Man muss ein bisschen Fantasie haben Dann kann man überall tolle Sachen entdecken, sich Geschichten dazu ausdenken und überlegen, wo kommt das Ganze her “Krokodil” – Schau mal hinten dran Stell dir mal vor, nachts, da wird der Baumstamm vielleicht lebendig

* Musik * Über 30 solcher magischen Orte und Tiere gibt es auf dem 5 km langen Elfenpfad (Achim) Man sieht auch, dass das ein alter Weg ist, der in den Schiefer reingeschlagen worden ist Hier könnte man kleine Menschen reinstellen Kann man da durchgucken? – Ja Elisabeth, guck du von da Kuckuck, ich seh dich Dahinten gehts zur Bischofsmütze Noch einmal um die Ecke (stöhnt) Dann haben wir es geschafft Was ist das denn hier? – Das ist die Bischofsmütze Ein richtig schöner markanter Punkt hier über dem Wald- und Weintal Das ist ja toll Da kann man ganz weit gucken Ja, das ist das Wildbadtal Wieso heißt er hier Bischofsmütze? – Weil der so markant rumsteht Die Leute haben sich früher immer Gedanken gemacht, was man dazu sagt Der muss mal von der Kante abgerissen sein Denn wenn man hier hinguckt, sitzt der nur ganz lose Ich find das hier schön mit den Bergen Wir verabschieden uns Die beiden Mädchen und ihre Mutter gehen nicht mit uns weiter Unser Wanderführer hat aber nun noch einen anderen spektakulären Ort auf Lager, den Mont Royal Da bin ich mal gespannt Im 17. Jh., erklärt Achim, hatte der französische Sonnenkönig Ludwig XIV. die Idee, dass einige deutsche Gebiete eigentlich ihm gehörten Um das durchzusetzen, baute er hier an der Mosel eine gigantische Festungsanlage Und hier unten da hast du die großen Kanonenschießscharten Das war mal ein dicker Keller Von hier aus wurde nur darüber geschossen Da standen die Kanonen und haben auf die Brücke geschossen? – Genau Und das gabs auf beiden Seiten Fast 9 Jahre baute der bekannte Festungsarchitekt Vauban an dem Bollwerk des Sonnenkönigs Hier haben wir alles dargestellt Wo sind wir? – Wir sind jetzt hier, beim Ostbollwerk Diese Mauern müssten hier sein Das stand hier über 10 m weit raus und ging noch 10 m tiefer runter Bei einer anderen Festung von Vauban kann man das sehen Da stand so ein Riesending raus Die Kanonen hatten einfach nur den Zweck, links und rechts die Mauer entlangzuschießen Gucken, ob wir noch ein Stück finden von der Mauer Über 8.000 Soldaten und 3.000 Pferde sollten in der Anlage stationiert werden Doch so weit kam es nicht, Ludwig XIV. konnte sich nicht durchsetzen Jetzt kann man das ganze Areal so ungefährdet bewandern und entdecken? Ja, einige Stellen sind zugemacht, dass man nicht reingeht Aber ist ein Rundweg ausgeschildert, den man sich angucken kann So ungefähr, kann man sich vorstellen, hat die Festung mal ausgesehen Bei welcher Ecke sind wir? – Hier hinten, da Beim Eingang – Einem der Eingänge Hier sieht man auch diese Holzbrücke Über 200 Jahre überwucherte die Natur diesen Ort Hier war ein Gewölbe noch gewesen über uns Hier war einer der Haupteingänge von der Festung Wir gehen quasi durch den Graben Jetzt sieht man schon Mauerwerk hier Das war alles verborgen, alles musste ausgegraben werden Hast du Angst vor Spinnen? – Nein – Gut Richtig kalt kommt es hier unten durch Oh, das ist ja ein Gewölbe Hier in diesem Gang waren die Verteidiger Die haben nach links und rechts durch die Schießscharten aufgepasst, wenn jemand im Graben war, aber es kam nie dazu Die Festung hat nur 11 Jahre Bestand gehabt Dann wurde sie wieder gesprengt, von den Franzosen selbst – Warum?

Ein Friedensvertrag Die Festung wurde besiegt von Papier und Tinte Ludwig XIV. ist irgendwann das Geld ausgegangen für seine Kriegszüge Er musste im Vertrag von Rijswijk festschreiben, dass die Festung zerstört wird Es blieben also nur die unterirdischen Reste übrig Die ausgegraben worden sind Anfang letzten Jahrhunderts Jetzt sind wir tief unten in dem Bollturm drin Wie kalt es hier ist, unglaublich Hier geht es noch mal 10 m weit runter, wenn jemand die Treppe ausgraben würde Das wär ne Treppe? – Das wär ne Treppe Das ist ja ein Ort hier Hier geht die Wendeltreppe nach oben, wo früher das große Eingangstor war Wie so was ausgesehen hat, zeig ich dir gleich Pass auf, dass du nicht gegen stößt – Ich muss den Kopf einziehen Das sieht aber schön aus Ne tolle Treppe Ne richtige Entdeckungstour – Ja Das ist immer toll, wenn man mit Kindern hier durchgeht Die sind immer erstaunt, Stalaktiten, unterirdische Gänge Großartig – So muss das sein V.a. wenn man mitten durch ein Areal läuft und nicht viel erwartet und plötzlich diese Ruinen entdeckt Wir nennen das Ganze auch ein Festungsgrab Die Leute fahren durch, sehen nichts Wenn man mit ihnen durchgeht, sagen sie, boah, beeindruckend Dieses Areal ist auch so groß Ludwig XIV. wollte eine Reihe von Festungen bauen, Saarlouis gehört auch dazu, um die linksrheinischen Gebiete zu sichern So ein Rhein war ne gute Grenze damals Da konnte er einfach ins Moselgebiet kommen und hier ne Festung hinbauen? Nach dem Dreißigjährigen Krieg war hier einiges durcheinander, da konnte er das Schon toll, wenn man hier unterwegs ist und jemanden dabeihat, der weiß, was man entdecken kann, dann kriegt man mehr mit Und es macht einen Riesenspaß, das zu zeigen Das vermittelt sich auch, Achim Vielen Dank – Gerne * Musik * Unser letzter Abend in Traben-Trarbach Morgen besuchen wir mal einen Winzer, einen ganz besonderen natürlich * Musik * Rund 3.200 Winzer gibt es in der Region Mosel-Saar-Ruwer Wir treffen eine Winzerfamilie in Enkirch, und zwar eine der ältesten an der Mosel Modern, alt Hallo – Hi Komm ich ja genau richtig Der Wein wird von A nach B getragen Tamina Kallert – Daniel Immich. Wie gehts? – Gut Bis wann geht es zurück – 1425 Also seit knapp 600 Jahren So nen Stammbaum habt ihr – Genau, der ist riesig groß Da ist es ne Verpflichtung weiterzumachen Ja, wobei ich hab auch lange Zeit damit gehadert Ich hab erst mal studiert, Deutsch, Englisch, Politik und BWL Was ganz anderes – Genau. Hab auch länger im Ausland gearbeitet Erst seit 2007 kam ich auf die Idee, ich werd Winzer So ganz spontan – Genau Da kamen mehrere Sachen zusammen Auch die Familienplanung stand an Meine Frau und ich haben gedacht, das ist das Schönste, was wir uns selber antun können Kinder kriegen auf dem Land, bei den Reben. Das ist ne schöne Sache Und der Wein gehört dazu? – Genau, das sind unsere Weinberge Kann man da sagen, du guckst um dich rum, überall wächst Wein von euch? Teilweise, hier ist ne Lage, 2.000 qm, die ist seit 1590 im Familienbesitz – Mensch Wer kann das schon von sich behaupten? – Richtig So weit kann man gar nicht denken Insgesamt 33.000 qm bewirtschaftet die Familie Hauptsächlich mit Rieslingreben Na dann, an die Arbeit

So mach ich ca. 17.000 Reben von Hand – Oh Gott Da kriegt man doch Sehnenscheidenentzündung – Nee Es gibt doch so Scheren, die so elektronisch klack-klack machen Aber die sind immer schwer Wir müssen am Steilhang immer flexibel sein Das ist noch einfach vom Arbeiten her, von der Steilheit Es geht nämlich noch steiler Das hier ist eine “Steilstlage” mit knapp 70° Neigungswinkel Und in den Steilstlagen sind diese Wägelchen? Genau. Monorackbahnen Kannst du reinsteigen, dich festhalten, passiert nix Fällst nicht runter Das sieht toll aus – Jetzt gehts los Ja, jetzt gehts los Das ist ja wie – Fertig? – Ja mit nem Rasenmäher. Oh Gott (seufzt) Das ist ja krass, das Teil Ich kann mich kaum halten. Oh Gott (prustet) Kann ich hier mal raussteigen? – Auf jeden Fall 1, 2, 3, hopp Sehr gut – Krass, echt Es ist megasteil Es vermittelt sich oft nicht so, wenn man Bilder sieht Aber wenn man versucht zu stehen, muss man sich dauernd festhalten Immer langsam bewegen Wir stehen im Weinberg namens “Eisbruch”, weil früher an dieser Stelle das Eis der zugefrorenen Mosel brach Aber der Name täuscht Außentemperatur 30°, Bodentemperatur doppelt so warm Das konzentriert sich alles auf Die Sonneneinstrahlung wird in den Berg reingespiegelt Wenn wir arbeiten, arbeiten wir nur von morgens um 5 bis um 10, 11 Uhr Und dann ist Feierabend Es ist auf der einen Seite ne sehr faule Pflanze, die macht, was sie machen muss, aber auch ne schlaue Traube Die weiß, in diesen Böden, die sind sehr trocken, die muss tief in den Boden rein Wir reden von 10 bis 15 m, in denen die Rebe reinwurzelt In diesen Tiefen gibts immer genügend Wasser Wenn die ein gewisses Alter erreicht haben, ist auch ne lange Trockenphase kein Problem Die wird mir hoffentlich die nächsten 100 Jahre Freude bereiten Mensch, die nächsten 100? – Davon geh ich aus Was ne Perspektive Vielleicht können meine Kinder und Kindeskinder irgendwann mal Spaß daran haben Riesling rocks Das ist einfach geil Der Moselwein ist ja weltweit bekannt, dieses Label Wie hat sich das entwickelt? Bis zum Ersten Weltkrieg war es so, Moselwein war absoluter Usus, dass es auf den Karten der Königshäuser oder Leute, die was auf sich hielten, zu stehen hatte Der Erste Weltkrieg kam, der hat das ein bisschen zerstört Der Zweite Weltkrieg hat das noch schlimmer gemacht Dann gabs die 50er-, 60er-Jahre, da wurde viel schlechter Wein produziert Da hat man sich das Image kaputt gemacht – Der Ruf Erlebe ich heute noch, wenn wir in England sind, German Riesling, sweet and cheap, süß und billig In den letzten 10 Jahren wandelt sich das Bild wieder Im Speziellen die Moselrieslinge brauchen sich vor nichts mehr zu verstecken Da ist ein unheimlicher Qualitätsschub passiert Auch durch die junge Generation Mittlerweile die besten Weine weltweit sind die Moselweine (schreckt auf) Das ging aber Da muss man aber beherzt loslegen Ja, richtig – Krass War der sehr scharf oder war das sehr schnell? – Sehr schnell Ja, vielen Dank Vielen Dank fürs Helfen Vielen Dank fürs Mich-mal- ein-bisschen-Einführen – Gerne Und alles Gute für die vielen Generationen Ich glaub, Maja wird ne richtig gute Winzerin Das war doch richtig nett hier Und als Mitbringsel hab ich nen schönen Rieslingsekt bekommen Natürlich für Sie und den Rucksack So, jetzt wollen wir mal ein bisschen Strecke machen Von Kövenig, gleich gegenüber von Enkirch, fahren wir nach Bullay 13 km lang ist die Strecke der Moselweinbahn zwischen Traben-Trarbach und Bullay Sie führt durch wirklich schöne Landschaften Der gleichnamige Wanderweg wurde 2019 eröffnet Auch für Fahrräder ist Platz im Zug Man hat Zeit für Gespräche Und manchmal trifft man sogar jemanden, der die Weinlese aus eigenem Erleben kennt

Wenn Sie hier aufgewachsen sind, richtig in den Weinbergen auch noch gearbeitet? – Ja Echt? – Ja Und wie war das? Als Kind nichts Schöneres Wir waren immer draußen, immer in der Natur War zwar manchmal auch Pflicht, wenn man nach der Schule noch in den Weinberg musste Aber war einfach – Mithelfen Ja, mithelfen, anders gehts nicht Wir waren dann in der Schule, dann gings nach der Schule in den Weinberg Und wenn Ferien waren, gings von morgens ab in den Weinberg Die Mutter hat meist erst zu Hause gekocht Dann wurd alles eingepackt in einen großen Topf, so einen Eintopf Da gabs im Weinberg Essen Ach so – Alles draußen. Ja Halbe Stunde, dann gings wieder weiter Auch in diesen steilen Hängen? – Jaja Wir hatten überwiegend Steilhang Das ist ja schon ne Kletterei Wir haben mit der Seilwinde die hochgezogen teilweise, weil man gar nicht laufen konnte Das Stehen war auch nicht ohne Pflücken gleichzeitig, war schon anstrengend Aber wie gesagt, immer wieder schön der Zusammenhalt * Musik * Da ragt er schon empor, der Prinzenkopfturm Also, von da oben soll man ne tolle Aussicht haben Denn die Mosel macht hier eine wirklich spektakuläre Schleife * Musik * Ah Hallo (beide) Hallo Herr Nilles? – Herzlich willkommen an einem der schönsten Aussichtspunkte der Mosel Und bei dem Königswetter – Das ist Peter Friesenhahn Guten Tag – Hallo Wollen wir mal hochstapfen zusammen? – Gerne Rainer Nilles ist der Oberbürgermeister von Pünderich, Peter Friesenhahn ist Autor und ausgesprochener Moselkenner 130 Stufen steigen wir hier gemeinsam hoch Wow Mensch, das ist hier ein riesig-luftiges Areal hier oben Toll, ne? – Das ist toll 1818 soll der Kronprinz Friedrich Wilhelm IV diese Aussicht genossen haben, erzählt Rainer Nilles Nach ihm wurde der Prinzenkopfturm benannt * Musik * Also, die Mosel kommt von Trier und fließt abwärts Jetzt kommen wir zur größten Schleife, die macht ungefähr 15 km aus Hier rum? – Über Zell Jetzt seh ich das erst – …nach Bullay Und Luftlinie sind das 1 km ungefähr Und wenn man die Mosel fährt, sind es? – 15 km Krass, das ist ja heftig Aber schön, d.h. es macht ne Riesenschleife, geht hier so weiter und da gehts dann Richtung Cochem, Koblenz Seitdem der Kronprinz hier war, ist dieser 22 m hohe Stahlturm schon das 4. Exemplar seiner Art, und der Ort ist beliebt wie nie zuvor Die Menschen heute sind naturverbundener Sie wollen nicht mehr unbedingt – …dahin, wo der Rummel ist Sie wollen Landschaft haben – Durchatmen Den Wein genießen Da ist die Mosel heute perfekt Eine der ältesten Burgen von Deutschland, die Burg Arras Die größte Moselschleife, dann haben wir den Hangviadukt Superlative gibts viel

Dahinten ist der Calmont, der steilste Weinberg Europas Da wollt ich noch fragen, da will ich noch hin Da kann man drin klettern auch? – Ja Ist gut zu machen, oder? – Bei dem Wetter viel Wasser mitnehmen Ist anstrengend? – Ja. Ist schon alpin Ist ein Kultweg an der Mosel Sind Sie den schon gegangen? – Ich schon Und muss man auch klettern? – Ja Der Name kommt von den Römern, calido monte, der heiße Berg Wenn wir hier 28, 29° haben, hat der Calmont bestimmt 35 Na, das kann ja was werden Nix wie hin Hallo Tamina – Hallo – Ich grüße dich Oder wie man an der Mosel zu sagen pflegt: o oh O oh – Nur oh Und hier gehts rein in den Klettersteig Du bist ja schon Wir sagen Du, ne? – Ja gut gerüstet Zeigst du mir ein bisschen? * Musik * Oh, Pfirsiche – Guck mal hier Das ist der typische Rote Mosel-Weinbergspfirsich Noch hart – Ja, aber pelzige Haut Kann man aber essen im Prinzip – Die kann man eigentlich essen Bisschen herb Und mit Zucker zusammen – Oh, die Farbe – …schmeckt das Mh – Kannst du dir vorstellen, wenn man da Marmelade macht? Köstlich. Also schon ziemlich säuerlich noch – Ja Aber hat schon so nen Pfirsichhauch Und die Farbe ist unglaublich * Musik * Ich möchte dir noch was zeigen Hier, ich halt mich mal fest, schau mal, was das ist Das kenn ich gar nicht Wie so kleine Birnen – Wie kleine Birnchen Und das nennt sich Speierling Das ist ne Wildobstart, haben uns die Römer mitgebracht Die haben diese Bäume hier gepflanzt Weil die römischen Legionäre mochten diese Frucht gerne Die haben die getrocknet Und wie wir Trockenpflaumen benutzen, haben die getrocknete Speierlingsfrüchte in der Tasche gehabt und die gegessen Immer eine Hand am Seil lassen, ist nicht verkehrt – Ja Das führt auch dazu, dass auch Menschen, die nicht ganz so sportlich sind, diesen Steig machen können Man kann sich festhalten Und wenn es nur im Kopf ein bisschen Sicherheit gibt Und immer wieder die Steine nutzen Wenn man Höhenangst hat, nicht runtergucken, sondern eher auf den Weg – Auf den Weg, auf die Schuhe Wie ist das mit dem Wein am Calmont? Es ist ein Kultwein – Ein Kultwein? Der Calmont ist ein Kultwein Weil das der steilste Weinberg Europas ist Und auf diesen Terrassen mit Trockenmauern überhaupt der Weinbau möglich ist Das geht ja fast senkrecht Richtung Mosel Es ist sehr steil – Es ist schwer zu bewirtschaften Und wenn man hier sieht, dass diese Träubchen klein sind, fragt man sich, lohnt sich das Ganze? Auch für den Winzer, der hier die Arbeit macht, diese viele Handarbeit Ich sage so, es lohnt sich auf jeden Fall Und man sagt, der Calmont-Wein tanzt auf der Zunge * Musik * Schön kalt Schau mal, der Wein ist hier unter uns gewachsen

Das ist ein Riesling, ein Calmont-Riesling Aus der Steilstlage – Ein Kultwein Zum Wohl – Liebe Tamina, zum Wohl Und dann dieser Klang, Genuss pur * Musik * Geschafft Danke dir. Es war ne tolle Tour Darf ich dir noch ein Gläschen von dem Weinbergspfirsich mitgeben? Ja, gerne. Also als Marmelade? – Als Marmelade Das hab ich dabei Ein Gläschen Weinbergspfirsich-Marmelade vom Mosel-Weinbergspfirsich, Roter Mosel-Weinbergspfirsich Ich hab ihn probiert, er war schon so köstlich Ein tolles Geschenk, kommt für Sie in den Wunderschön-Rucksack Auch am Calmont beim Örtchen Bremm macht die Mosel eine fantastische Schleife * Musik * In Senheim wird seit dem 12. Jh. Wein angebaut Aber es gibt hier, wie auch anderswo, Steilhänge, die nicht mehr bewirtschaftet werden Dann laufen die Brachflächen Gefahr zu verwildern Aber hier gibt es einen cleveren Winzer, der sich etwas hat einfallen lassen Andreas Schlagkamp bietet “Weinpatenschaften” an Man wird symbolisch Pate eines Rebstocks und bekommt jährlich als Gegenleistung den Wein, der aus der Pflanze produziert wird Gut 350 Patenschaften hat er schon vergeben Aber das rettet den Weinberg noch nicht Alles, was wir hier sehen, gehört zum Senheimer Bienengarten Die Leute haben bis oben, wo der Horizont ist, die Weinberge bewirtschaftet Weil es wichtig war, jeden Quadratmeter zu nutzen Durch den Generationswechsel und den unternehmerischen Denken wurden diese Weinberge nach und nach brachliegen lassen Ganz oben ist es ja auch wieder, liegt brach – Genau Das sind Weinbergsmauern, die drohen einzustürzen Von daher, vor einer Generation war hier noch alles zugewachsen Die Idee ist, dass man durch die Patenschaft die Bewirtschaftung mindestens einer Rebe finanziert Dafür gab es den Wein am Anfang, und jedes Jahr gibt es die Pacht in Form von 3 Flaschen Wein “Dirk König, alles Gute zum 50. Geburtstag.” Das ist ja nett “Jörg Krämer, ein Glas vom eigenen Stock auf deinen 50.” Ein beliebtes Geschenk zum 50. Geburtstag Was ist noch beliebt? – Hochzeit Hochzeit – Sehr beliebt, Hochzeit Ist ja auch toll, weil die Reben leben lange – Ja Wahrscheinlich länger als die Ehe – Statistisch gesehen, ja Hier wär noch einer, hier ist einer Hier haben wir schöne Trauben, die vom Sonnenbrand verschont geblieben sind Das könnte nicht nur ein guter Qualitätswein werden, sondern auch von der Menge passt es – Ja? Dann kriegen wir auch die nächste Lieferung Wie viel kriegt man aus einem Rebstock raus pro Saison? Wir ernten so 7.000, 8.000 l Sekt, also eine Flasche * Musik * Eine Überraschung hab ich noch – Noch? – Ja Die Fans deiner Sendung und die Damen bei uns haben gesagt, die nimmt immer was mit, wir haben was vorbereitet Für den Rucksack? – Ja Und zwar aus dem Patenweinberg haben wir extra eine Flasche angefertigt für die Sendung Da gibts den Wein “Rucksack-Proviant” Der kann gerne mit dazu – Das ist ja mal ein tolles Geschenk “Rucksack-Proviant” für den Rucksack Herzlichen Dank – Gerne Der passt hier noch sehr gut rein * Musik * Das Wasser spiegelt sich, der Ort schmiegt sich in die Mulde

zwischen Weinbergen und Burg, da muss man ein Foto machen Da kann man verstehen, dass das Dornröschen an der Mosel genannt wird, Beilstein Man kann hier mit der Fähre rüberfahren und sich im Örtchen umgucken, das machen wir natürlich Kann man drauf fahren, drauf laufen Das sind diese kleinen netten Fähren, wo man sofort Feriengefühle kriegt Wer hier nicht denkt, Urlaub, dem ist nicht mehr zu helfen Jetzt will ich aber wissen, Sie haben nen schönen Job, zu so nem schönen Ort immer hinzufahren – Ja Ist der schönste an der ganzen Mosel. Wer hat so ne Kulisse? Wissen Sie das noch zu schätzen? – Ja Immer nette Leute, schönes Wetter Fahren Sie bei jedem Wetter rüber? – Bei jedem Wetter Noch nie gesagt, jetzt kann ich nicht mehr? Gut, wenn es richtig stürmt, fahren wir nicht Dann fährt die Fähre nicht, weil sie am Seil hängt Dann bringen Sie uns sicher rüber – Mach ich * Musik * Danke, tschüs Beilstein hat ein nahezu perfektes historisches Stadtbild Seit Jahrhunderten scheint sich fast nichts verändert zu haben * Musik * Das pittoreske Beilstein hat weniger als 150 Einwohner und wird auch “Dornröschen an der Mosel” genannt So verträumt wirkt es auf seine Besucher Auf dem alten Marktplatz wartet Rainer Vitz gerade auf seine nächste Gruppe Von ihm kann man erfahren, dass die Einwohner von Beilstein in früheren Zeiten alles andere als süße Träume hatten Ich bin der Stadtführer in Beilstein, mach historische Stadtführungen, die sich auch mit der Sozialgeschichte beschäftigen Ich erklär den Leuten anhand von vielen historischen Fotografien, wie es hier vor 150 Jahren ausgeschaut hat Wie war das Leben hier? – Ärmlich Die Leute haben unter sehr ärmlichen Bedingungen gelebt, nicht zu vergleichen mit heute Und das ist ein Teil meiner Stadtführung, dass ich versuche zu vermitteln, dass die Zeit vor 100 Jahren nicht so romantisch war, sondern eine bittere Zeit In der die Leute an der Mosel unter bitteren Bedingungen gelebt haben Doch das haben fast alle Heimatfilme, die in der historischen Kulisse gedreht wurden, wohlweislich verschwiegen Ein Film hat besonders Furore gemacht Rainer hat ein Foto vom Drehort Das ist die Beilsteiner Zwergschule In diesem Klassenraum wurde 1936 der berühmteste Film gedreht, der je in Beilstein gedreht wurde – Mit Heinz Rühmann “Wenn wir alle Engel wären” wurde in diesem Raum abgedreht In Beilstein wurden insgesamt 15 Filme gedreht, der Wichtigste war der Heinz-Rühmann-Film Rühmann hat im Film gelebt in einem Gebäude links der Klostertreppe Es gibt Einstellungen, wo er während der Filmaufnahmen die Treppe runterkommt Wo ist die Treppe, wo er runtergekommen ist? Etwa 100 m weiter Die berühmte Heinz-Rühmann-Treppe In die Richtung? Na, nix wie hin Fühlt sich doch ein bisschen anders an,

diese lange Treppe runterzugehen Wenn man weiß, dass hier Heinz Rühmann auch runtergekommen ist, in seinem berühmten Film “Wenn wir alle Engel wären” Man kann sich vorstellen, dass hier viele Filme gedreht wurden, bei der Kulisse * Musik * Hallo Guten Morgen – Guten Morgen Na, was darf es sein? Ich wollte gerne mal aufs Wasser Weil ich schon so viel an der Mosel entlang unterwegs war Der Morgen ist super – Hammer Ein toller Morgen Das ist das Beste, was man machen kann, auf dem Wasser sein Man kann mit dem Kanu oder Kajak mit allen anderen sich auf dem Wasser toben? Das darf man schon Es gibt ne markierte Fahrrinne für die Binnenschifffahrt Wir fahren dann links und rechts – Okay So sind die klaren Regeln – Genau Endlich mal auf der Mosel, nicht immer nur an der Mosel Ist ja ganz warm 16, 17°, bestimmt noch mehr – Mehr So ist es prima. Ganz prima Ach, das ist ja ein schönes, sanftes Gleiten Mit einem “Nachen” auf der Mosel dahinzugleiten, war im 18. und 19. Jh. Kult Man mietete sich ein kleines Boot mit Schiffer, um die liebliche Landschaft vom Wasser aus zu betrachten Auch Goethe ist hier mal entlanggefahren Er schipperte 1792 von Trier nach Koblenz über die Mosel Allerdings nicht zur eigenen Belustigung, sondern als Kriegsberichterstatter in Zeiten der Französischen Revolution Oh Es ist ganz warm Es ist grade gar kein großes Schiff unterwegs Dann ist es wirklich megaidyllisch hier Selbst wenn es am Ufer betriebsam ist, auf der Mosel hat man noch ne Menge Platz und Ruhe Da kann man so durchatmen – Genau Wie ein kleiner Urlaub auf dem Wasser Schön * Musik * Von Cochem aus starten verschiedene Moseldampfer, auch abends mit Musik und Tanz Auch Cochem hat eine pittoreske Altstadt mit engen Gassen und Fachwerkhäusern, die mit Moselschiefer gedeckt sind Auf dem Marktplatz steht der Martinsbrunnen und ein barock anmutendes Rathaus Einen Brunnen mit dem Heiligen Martin gibt es hier schon seit dem Mittelalter Die heutige Bronzeskulptur entstand aber erst 1935 * Musik * Wie die alte mittelalterliche Burg aussah, weiß man nicht genau Im 17. Jh. brannte sie nieder und wurde 150 Jahre später im romantischen Geschmack der Zeit wiederaufgebaut Das Motto lautete: Ritterromantik Und die wird auch heute noch hier gepflegt 50, 60 m ist dieser Brunnen tief Ihr müsst wissen, Wasser war ganz wichtig für die Burgbewohner Für die Ritter, wenn die Feinde eine Burg umlagerten, konnten die ja nicht mehr raus aus der Burg Da war es wichtig, Wasser in der Burg zu haben zum Trinken Sich waschen galt als ungesund * Musik * Wie heißt das Bett mit Baldachin?

Es ist ein? (Mädchen) Himmelbett? – Ein Himmelbett Auf einer Burg mit einem Himmelbett gibt es meist auch immer einen Höllenkeller Also ab in den Keller mit Folterkammer (Burgfräulein) Ich brauch jetzt mutige Leute (Kind) Ja! – Gut Hey, da hängt ein Gerippe Dahinten hängt ein Gerippe Da ist ein Skelett Oh, guck mal, Fledermäuse Guckt mal, da ist ein Skelett Ein ganz besonders ganz besonders Schönes ist die Drille Das ist für die Frauen Diese Strafgeräte standen an öffentlichen Plätzen, am Marktplatz Das ist ein Strafgerät für Faulenzer Den Verurteilten wurde ganz dick Käse unter die Fußsohlen gerieben Dann hat man eine Ziege genommen oder einen Hund, die haben das abgeschleckt Der Verurteilte konnte die Füße nicht wegziehen, der musste stillhalten Ganz vorsichtig ran Seht ihr den? Könnt ihr den sehen? Ich wusste doch, ihr wart wahrscheinlich zu laut (Junge) Kann der mal da rauskommen? ♪ Einen schönen Tag, einen schönen Tag, euch allen hier beisammen. ♪ Auf der Reichsburg Cochem haben sie es raus mit der Ritterkultur Da darf das Festmahl am Ende nicht fehlen Ich fand schön das Zimmer von den Prinzessinnen Ähm, das Himmelbett Weil die so ein langes Kleid anhat Und ne Krone manchmal Und die hat so ein Bett, so ein Himmelbett Der Mensch in dem Kerker hat mir am besten gefallen Hühnerschenkel, Fladenbrot mit Apfelschorle, das gefällt den Jungrittern und Burgfräulein * Musik * * Musik * Wir bleiben in Cochem, gehen aber auf die andere Moselseite in den Stadtteil Cond Gut getarnt in diesem ziemlich normalen Wohnviertel verbirgt sich etwas, wurde etwas jahrzehntelang vor den Augen der Öffentlichkeit verborgen So, hier ist die Nr. 9 Jetzt müsste es hier gleich sein, Nr. 5 bis 7, ein sehr gut gehütetes Staatsgeheimnis aus der damaligen BRD-Zeit So zwischen den 60er- und bis Ende 80er-Jahre war das hier was sehr Geheimes Aber das sieht noch total nach Wohnen aus In diesem Gebäude, heute ein Hotel, ist es Die Besitzerin weiß natürlich Bescheid Was war zuerst, das Geheimnis oder das Haus? Gebaut waren die schon vorher, die kommen aus den 50er-Jahren Aber danach wurden die umgebaut und für diesen Zweck als Tarnung genutzt Das ist das Hotel? – Das ist der Eingang vom Hotel Aber darum gehts nicht Bunker, da stehts jetzt “Das Objekt Bunker- und Tresoranlage der Deutschen Bundesbank.” Und wenn man jetzt die Tür aufmacht, merkt man den kühlen Hauch der Anlage hier reinwehen

Ach herrje – Immer noch ganz unspektakulär Mhm. Oh, so tief Da muss man den Kopf einziehen Ja, das ist auch eher der Nebeneingang Früher war es der Haupteingang, von da wurde die Anlage scharf geschaltet Aber heute, wenn wir Führungen machen durch den Bunker, gehen wir anders Wo sind wir denn jetzt? Hier – Genau Wir sind von den Tarnhäusern gekommen Und der Bunker ist in den Berg hineingebaut Jetzt haben wir noch 80 m Zugangsstollen, der hat 2 Etagen Hier war das Geheimnis Jetzt lüften Sie mal das Geheimnis, was war die Idee? Die Idee war, für ganz Deutschland eine Ersatzwährung der D-Mark im Kalten Krieg in Cochem zu lagern Und die unglaubliche Ansage der Bundesbank war, innerhalb von 14 Tagen das gesamte Geld bis in den letzten Winkel der Republik von Cochem aus zu verteilen Hier lagerten 15 Mrd – Warum gerade in Cochem? Das fängt damit an, dass früher Bonn unsere Hauptstadt war und wir den Regierungsbunker in Ahrweiler haben, wo die Regierung untergekommen wäre, die nicht regieren kann ohne Geld Man hat sich Cochem ausgesucht, diese Hanglage, weil man dachte, dass bei nem Atombombenangriff die Druckwelle über das Tal hinwegfegt und den Bunker schützt Wollen wir weiter vordringen? – Mhm Das ist ja eine Geschichte Unglaublich, oder? 1.500 qm groß ist die Bunkeranlage Und irgendwo gibt es auch noch einen geheimen Ausgang im Wald Da gehts ja noch richtig rein Mit den Milliarden, die hier lagerten, wollte man im Ernstfall die Wirtschaft wieder ankurbeln Doch was, wenn die Bürger der neuen Währung nicht trauten? Auch darüber hat man sich Gedanken gemacht Wenn man innerhalb von 14 Tagen ne Währung austauschen will, klappt das nur, wenn der Bürger dem vertraut Geb ich gutes Geld für nichts, rückt der nichts raus Ich kann nicht 3 Monate vorher ne Kampagne machen Also sieht die Vorderseite fast so ähnlich aus, vertraut, wie die D-Mark Mhm – Ein bisschen anders – Doch Die Rückseite aber komplett anders, sodass ich sofort erkennen kann, um was es sich handelt: die Ersatzserie Das ist das Geniale an der Geschichte Es gibt nur 4 Scheine, nicht mehr Weil es ist eine Notwährung, nur für einen Krisenfall gedacht Hier ist es noch – Die mal bitte heben, wie schwer die ist Wie viel – 2 Mio. sind dadrin in Hundertern Alles Hunderter? – Alles Hunderter Ich glaubs nicht, 2 Mio – Nicht fallen lassen Was wiegt das? – Das wiegt etwa 22 kg Also, leichtfüßig raustragen ist anders Wenn man hier mal eben was ausräumen will, da brauchst du aber Wochen Krass, 2 Mio – Mhm Und in all diesen Kisten, die waren alle voll Voll bis unter die Decke Bis das Geld ’88 geschreddert wurde aufgrund der neuen Sicherheitsbestimmungen Oh, hier sind noch Das wären jetzt die Ersatzwährungen – Genau Ein 50er ist auch dabei Und hier siehts ähnlich aus – Genau Und hier hätte man gesehen, ist aber Ersatz. 20 Deutsche Mark Mensch Was ne Geschichte, oder? Ich hab aber hier noch etwas für den Rucksack Oh, die Blüten Die echten Blüten. Nein, es sind echte falsche Blüten – Toll Das ist natürlich ne schöne Erinnerung Ganz druckfrisch, unsere Erstausgabe von dem Bunker Das beides kommt für Sie in den Wunderschön-Rucksack Als Erinnerung – Als Erinnerung – …an dieses dunkle Geheimnis * Musik * Von Cochem geht es nun flussabwärts Richtung Brodenbach,

danach 12 km landeinwärts in den Hunsrück, ins Ehrbachtal Die Ehrbachklamm wurde 2015 zur zweitschönsten Wanderroute Deutschlands gekürt Begleitet werde ich von Heike Gaudenti Sie ist Kochbuchautorin und Kräuterfan Mal sehen, was sie für unser Picknick mitgebracht hat Hallo – Hallo Der ist ja goldig – Ja Hier, siehst du da oben und hier den Farn? – Ja, klar Weißt du, was man sagt, was Hildegard von Bingen über den erzählt hat? – Nee Da, wo Farn wächst, kommt der Teufel nicht hin – Ach Denn Farne sind stark und können angeblich Trugbilder verscheuchen Eichen und Buchen wachsen hier direkt aus dem Bachlauf heraus Wildromantisch Die Ehrbachklamm ist wirklich sehenswert Sie wird auch oft “Traumschleife” genannt * Musik * Balancieren, ne? Aber nicht mit dem Korb Das machen wir jetzt nicht, wir wandern lieber weiter Was hast du denn alles mitgebracht? Ich habe gedacht, wir machen ein naturnahes Picknick – Ja Ein bisschen grün angehaucht muss sein Das ist ein Nessel-Linsen-Dip D.h. Brennnessel, deswegen die Farbe, und klassische Linsen Das ist ein Brotaufstrich oder ein Dip, der viele Nährstoffe enthält Gerade für Leute, die kein Fleisch essen oder sich vegan ernähren Wir brechen das Brot in der Klamm Wieso haben es dir die Kräuter so angetan? Ich mag einfach Dinge, die schlicht, einfach sind, unterstützend in jeglicher Form und vor der Haustüre Alles, was man sich selber Gutes tun kann ohne großen Aufwand, dafür kann ich mich begeistern – Schmeckt lecker – Schön Man ahnt so die Linsen Wenn man weiß, Brennnessel, ja, aber nicht so dominant Ganz kräuter-würzig-mild – Ja Sehr gut Und das ist jetzt Heikes magisches Hollergetränk Die hat ja Hollerwumms Genau – Toll Es gelingt alles auf unseren Wegen Jetzt kann nix mehr schiefgehen * Musik * Hier ist wieder ein bisschen Zivilisation – Ja Vom Ehrbachtal geht es zurück an die Mosel Wir sind unterwegs zum Weinort Lehmen * Musik * In Lehmen gibt es die “Razejunge” Sie haben einen verwilderten Weinberg zu einem Lavendelfeld umfunktioniert Dort ist auch häufig was Besonderes los (Mann) “Normalerweise liebte Lolly den Blick ins Moseltal Auf diesen Fluss, in dem sich alles rundherum spiegelte Auf die Weinberge, die von Frühling bis Herbst kunterbunt erschienen…” “…der nur wenige Monate im Sommer hier lebte und vorbeischaute

Und auch auf den Kräutergarten an seiner Seite und die Lavendelbüsche, die bald wieder in ihrer leuchtenden Farbe erblühen würden.” Ist ja ne nette Idee Vorlesen im Weinberg, alle ganz aufmerksam “Lolly machte große Augen: Was war das? Karla kicherte, ihr Plan hatte funktioniert.” Klasse, danke schön Schaut mal, wir haben Besuch – Hallo Das war ne total spannende Geschichte Du kommst von hier aus der Ecke, oder? Ich wohne hier in Lehmen, bin auch ein Lehmer Razejung – Eben Und mag alles, was passiert im Weinberg Ich hab auch Bücher hierüber geschrieben Es gibt eine Kriminalgeschichte von den Razejungen, wie sie durch das Dorf ihren Spuren hinterherlaufen und nen Schatz entdecken Die Lehmer Razejunge sind ein Verein für Heimatpflege Die Raz ist der Rückentragekorb, mit dem im Winter Stallmist zur Düngung der Rebstöcke in die Hänge getragen wurde Heute bringt man junge Leute anders in die Natur, z.B. mit einem Kräutergarten Das ist der Salbei Der hat eigentlich schon geblüht Aber weil das Klima so warm geworden ist, blüht der schon zum 2. Mal Wir bleiben hier in dem Kräutergarten Dann nehmen wir zur Erinnerung was mit Alena, schneidest du mal den Salbei ab Über 40 verschiedene Kräutersorten und unzählige Insekten gibt es hier zu bewundern Ein Naturerlebnispfad im Weinberg, ein Schullehrgarten der mediterranen Pflanzen Viele von ihnen hätten in der Vergangenheit die harten Winter nicht überstanden Der Klimawandel verändert die Natur und hat auch Folgen für den Weinanbau Mit diesem Projekt stellt man sich auf den Wandel ein Stichwort ist Artenvielfalt Sowohl was die Pflanzen angeht, aber auch die Tierwelt Der Lavendel ist dann direkt neben den Kräutern Das sind die alten heimischen Kräuter Das hier werden neue heimische Kräuter werden durch die Verschiebung der Klimazone Wir haben mediterranes Klima und wollen die Leute vorbereiten auf das, was kommt Jetzt stehen sie hier alle in Reih und Glied, die Lehmer Razejunge Ich hab für dich noch was Spezielles – Für den Rucksack Was haben wir hier Schönes? Wir haben so viel über Natur geredet Wir haben hier eine Broschüre – Und ein Buch “Der Schatz der Razejungen” von Stefan Gemmel Den haben wir ja gehört – Danke schön – Sehr gerne Und nicht nur Bilder und was zu lesen Die Leckerei. Und nicht nur ein Honig, sondern ein Lavendelhonig Von dem Lavendel? – Von dem Lavendel Wir haben eigene Bienenstöcke – Ach, herzlichen Dank Wie schön. Herzlichen Dank Dieser Dreiklang kommt für Sie in den Wunderschön-Rucksack Ich bedank mich und wünsch noch viel Glück und Freude im Berg Dass ihr das alle ehrenamtlich macht, finde ich ganz großartig Kobern-Gondorf, 17 km von Koblenz entfernt, ist ein Kleinod und wirklich bemerkenswert Kostbare, historische Fassaden, viele mittelalterliche Häuser und insgesamt 4 Burgen haben sich hier erhalten Wir interessieren uns jetzt für eine alte Wassermühle Sie steht im Mühltal Seit fast 1.000 Jahren schon * Musik * Moselidylle, also wirklich Die “Alte Mühle” ist heute ein Landgasthof Alles ist hier liebevoll restauriert Herzlich willkommen Ich bin hier grade so lang gelustwandelt Das ist wirklich eine Idylle hier – Vielen Dank Das ist ja richtig, das ist eine ganz alte historische Behausung Wir sind hier in der alten Backstube – Ach Früher hat man das Feuer von der anderen Seite gemacht Auf den heißen Steinen wurde das Mühlenbrot gemacht Steinofenbrot ist was Köstliches

So sah die alte Mühle in den 1970er-Jahren aus Olivers Stiefvater Thomas Höreth hat sie gekauft und restauriert * Musik * Ein Tipp vom Küchenchef Dietmar Busch, ein echtes Moselaner Rezept: in Trester gegartes Fleisch mit Senfkruste * Musik * Dazu gibts einen für die Region typischen Kartoffelkuchen Das ist der Dippekuchen Der wird aus Kartoffeln gemacht Die musst du in die Soße tunken, so lecker Das kann ich bestätigen Tresterfleisch mit Dippekuchen, Böhnchen und Zwiebeln Die Weine kommen übrigens vom eigenen Gut So müssen Gläser klingen Gut, danke schön, tschüs Und jetzt kommt, das muss sein, noch ein alter Moseltrester für Sie in den Wunderschön-Rucksack * Musik * Jetzt kommt der große Moment Eine Woche entlang der Mosel unterwegs und jetzt hier Ach, da fließt es zusammen Hier unten fließt der Rhein, und dahinten gesellt sich ganz friedlich die Mosel dazu Das ist das berühmte Deutsche Eck (seufzt) Was eine Aussicht Die Mosel unter mir, Sonne überall, wie am Anfang der Reise Was war das für eine vielfältige schöne Tour entlang der Mosel Ich bin begeistert von den leidenschaftlichen Menschen, die, ob jung oder alt, sich identifizieren mit ihrer Region Und dazu beitragen, dass diese Region schön ist und bleibt und Gäste herzlich willkommen heißt Und hier haben wir wieder viele Geschenke in unserem Wunderschön-Rucksack Wenn Sie den gewinnen wollen, schicken Sie uns ein Postkärtchen, schreiben Sie drauf, was alles drin ist Mit Glück kommt er zu Ihnen nach Hause Letztes Sommerlüftchen, ich sag Tschüs und freu mich aufs nächste Mal Copyright WDR 2020 Ich hoffe, Ihnen hat unser Video gefallen! Schreiben Sie es uns gerne in die Kommentare. Hier sind direkt zwei weitere Videos für Sie, und nicht vergessen: unseren Reisekanal abonnieren und die Glocke aktivieren Nur so erhalten Sie Nachrichten über noch weitere Videos Und weiter gehts